
Oben Strom, unten Tiere, Obst und Gemüse
Agri-Photovoltaik (Agri-PV) nutzt landwirtschaftliche Flächen sowohl für den Anbau als auch für die Solarstromproduktion. Ein Beispiel ist der Solarpark in Heinsberg, der grünen Strom für über 1.500 Haushalte liefert. Die hoch aufgeständerten Solarpanels ermöglichen eine doppelte Nutzung der Fläche, da weiterhin Tiere weiden und Pflanzen gedeihen können. Diese Lösung schützt das Ökosystem, vermeidet Bodenerosion und fördert die Biodiversität, während Landwirte von zusätzlichen Einkommensquellen profitieren.
Dank politischer Initiativen wie dem Solarpaket 1 und der DIN SPEC 91434 können landwirtschaftliche Flächen für Agri-PV-Projekte genutzt werden, ohne ihre ursprüngliche Nutzung zu gefährden. Das Unternehmen SUNfarming entwickelt solche Anlagen und testet in Kooperation mit Forschungszentren neue Technologien wie Roboter für die Pflanzenpflege. Zudem wurden Lösungen entwickelt, um CO2-Emissionen in Moorgebieten zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Der Ausbau von Agri-PV-Anlagen wird durch den Gigawattpakt unterstützt, der bis 2028 den Ausbau von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern in Nordrhein-Westfalen mit bis zu 60 Millionen Euro fördert. Ziel ist es, die Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien auf mindestens fünf Gigawatt zu steigern.
Weitere Informationen zum Gigawattpakt finden Sie hier.
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