Kreislaufwirtschaft Bauen

In den industriell geprägten Regionen Nordrhein-Westfalens spielen Maßnahmen zur Ressourceneffizienz eine zunehmende Rolle. Gleichzeitig hat der Bausektor für die Sicherung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen eine wesentliche Bedeutung. In diesem Zusammenhang eröffnen sich im Rheinischen Revier besondere Potenziale an Schnittstellen zwischen Bau(stoff)industrie und Kreislaufwirtschaft. Durch die Nähe zu umliegenden Großstädten wird vielerorts gebaut, inklusive ersten Pilotprojekten zum ressourceneffizienten Bauen nahe Aachen. Das Recycling von Baustoffen hat sich zwar bereits etabliert, Absatzwege Richtung Hochbau sind jedoch noch unerschlossen. Schließlich prägt auch die Braunkohlenindustrie den regionalen Bausektor durch großmaßstäblichen Infrastrukturumbau und Rückbaumaßnahmen, die zunehmend wertstofforientiert erfolgen können. Insgesamt bestehen im Rheinischen Revier Chancen, mit neuartigen, kreislaufbasierten Wertschöpfungsketten die Abhängigkeiten von stofflichen Ressourcen-Inputs und Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig Innovationen in der Baubranche zu fördern.

Projekt und Fortsetzung

Das Projekt (2016-2018) widmet sich der Umsetzung einer regionalen Strategie für ein Bauen als Kreislaufwirtschaft im Rheinischen Revier. Dazu wurde ein neues Netzwerk mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und öffentlichen Akteuren aufgebaut. Neben seiner Orientierung am Klima- und Ressourcenschutz beabsichtigt das Projekt vorrangig, einen praktischen Mehrwert für interessierte Unternehmen und angewandte Forschungsinitiativen zu generieren.

  • Eine besondere Bedeutung haben Aktivitäten für einen neuen Modellstandort – ein Aufbereitungszentrum, an dem man Bauabfälle wieder zu hochwertigen Produkten weiterverarbeitet.
  • Über eine externe Potenzialstudie wurden für den Modellstandort wirtschaftliche und ökologische Grundlagen ermittelt. Unter anderem wurden neue Verwertungswege und eine erste Anlagenkonzeption vorgeschlagen.
  • Darauf aufbauend wird eine planerische Konzeption zur räumlichen Umsetzung als Teil eines Industrieparks erarbeitet, an dem unterschiedliche Branchen und Unternehmen miteinander kooperieren.
  • Ergänzend werden weitere Konzeptionen und Umsetzungsvorhaben zur Kreislaufwirtschaft im Bausektor initiiert und/oder begleitet. Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit an einem Gebäude-Prototypen, dessen Bauteile und Materialien nach Nutzungsdauer wieder vollständig verwendet werden können.

Aktivitäten

Grundsätzlich sind neue Ansätze zur Thematik willkommen. Bislang initiieren und bündeln wir Aktivitäten zu folgenden Schwerpunkten:

Wert­schöp­fungs­kreis im Bau­sektor
  • Vernetzung von Fachleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern zur Bildung von Projektkonsortien entlang von Wertschöpfungsbeziehungen zwischen Bauindustrie und Kreislaufwirtschaft. Dabei bieten wir auch Recherchen zu Fördermöglichkeiten und Unterstützung bei Antragsverfahren.
  • Konzeptionen und Umsetzungsschritte, die eine wirtschaftliche und räumliche Implementierung von Modellstandorten zur Kreislaufwirtschaft Bau ermöglichen.
  • Pilotprojekt zum erstmaligen Einsatz von Recyclingbeton in NRW beim Hochbau; zur Gewinnung rezyklierter Gesteinskörnungen aus großmaßstäblichen Rückbauprojekten sowie Aufbauarbeit für einen digitalen Produktpool.
  • Vorbereitung eines Projekts für einen kreislaufgerechten Gebäude-Prototypen.
  • Veranstaltungen und Workshops sowie Aktivitäten zur Fortsetzung in erweiterter Form.


Wir geben Ihnen gerne weitere Auskünfte und unterstützen Sie im Bereich der für Sie interessanten Aktivitäten. Kontaktieren Sie uns einfach mit Ihrem Anliegen.

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Ihr Ansprechpartner:
Matti Wirth

Telefon: +49 2461 690-155
matti.wirth@rheinisches-revier.de

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Ihr Ansprechpartner:
Magdalena Zabek

Telefon: +49 2461 690-185
magdalena.zabek@rheinisches-revier.de