teaser-bildPro­fes­sorin Linda Hil­de­brand (links) stellt das Grund­la­gen­kon­zept „In­dus­trie­park Kreis­l­auf­wirt­schaft“ auf der Ver­an­stal­tung der Zukunft­s­agentur Rhei­ni­sches Revier GmbH vor. Wei­tere Per­sonen (von links nach rechts): Klaus Dosch/Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Inde­land GmbH, Nils Nol­ting/City Förster Archi­tektur und Stadt­pla­nung, Hans Chris­tian Mar­kert/BLB NRW, Regina Deche­ring/Gemeinde Inden, Andrea Georgi-Tomas/Mode­ra­tion.Foto: Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH

12.11.2018

Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH veröffentlicht Vorschlag für „Industriepark Kreislaufwirtschaft“ in Grevenbroich

Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH hat einen Entwurf für einen Industriepark veröffentlicht, der durch die intelligente Nachnutzung eines 1,5 Kilometer langen Kraftwerkgeländes in Grevenbroich Realität werden kann. Der Vorschlag wurde neben anderen Ergebnissen auf der Abschlussveranstaltung „Regionale Ressourcenwende in der Bauwirtschaft“ des Projekts „Kreislaufwirtschaft Bauen“ am 8. November vorgestellt.

Blick auf das Kraft­werks­ge­lände in Frim­mers­dorfFoto: Wikimedia Commons/cakepiece 2018

Professorin Linda Hildebrand vom Institut für Rezykliergerechtes Bauen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen hat im Auftrag der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH eine Studie ausgearbeitet, die sowohl Konzeptideen als Umsetzungsschritte beschreibt. Laut Studie bestehen speziell am Standort in Grevenbroich günstige Bedingungen für Unternehmen, die von gemeinsamen Wertschöpfungspartnerschaften profitieren. Beispielsweise können vor Ort einzelne Rohstoffe, Abfälle, Energie, Wasser und ihre Infrastrukturen durch gemeinsames Management intelligenter genutzt werden. Um dem neuen Arbeitsort einen besonderen Charakter zu geben, schlägt die Studie vor, einen kleineren Bereich des ab etwa 2021 vom Netz gehenden Kraftwerks zu erhalten und zusammen mit weiterhin benötigten Infrastrukturen vor Ort neu zu nutzen.

Auf der Veranstaltung „Regionale Ressourcenwende in der Bauwirtschaft“ des Projekts „Kreislaufwirtschaft Bauen“ diskutierten Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden. Die verschiedenen Beiträge zeigten die vielfältigen Ergebnisse aus dem dreijährigen Projekt der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH. So hat das Vorhaben umfangreiche Grundlagen für ein innovatives Recyclingzentrum in der Region erarbeitet. Dieses könnte Teil des Industrieparks in Grevenbroich sein und schon vor einer Verwirklichung des Industrieparks Abbruchmaterialien aus dem Rückbau des Kraftwerks – also etwa ab dem Jahr 2022 – zu hochwertigen Bauprodukten weiterverarbeiten. Das Projekt hat auch Vorbereitungen für einen Gebäude-Prototypen in die Wege geleitet, bei dem nach der Nutzungsphase sämtliche Bauteile wiederverwendet werden können. Ein weiteres konkretes Projekt-Ergebnis: Im November 2018 wurde erstmals Recyclingbeton in Nordrhein-Westfalen hergestellt und beispielhaft beim Bau eines Mehrfamilienhauses in Eschweiler eingesetzt.

Zur Fortsetzung der gebündelten Aktivitäten zur ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft im Bausektor wurde durch die Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH jüngst der Antrag für ein gemeinsames Verbundprojekt beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht – zusammen mit der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH, der Bimolab gGmbH sowie dem Fraunhofer Institut. Durch die Gründung eines neuen Kompetenzzentrums und die damit verbundenen Maßnahmen, wie zum Beispiel einem digitalen Rohstoffpool, soll sich die Region dabei schrittweise weiter als Vorreiter etablieren.

Die gesamte Studie kann hier heruntergeladen werden.

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