teaser-bildLan­drat Michael Kreuz­berg: Vor­sit­zender der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung der Zukunft­s­agentur Rhei­ni­sches Revier Foto: Rhein-Erft-Kreis

09.08.2018

Zukunftsagentur Rheinisches Revier: Beitritt der Stadt Mönchengladbach ausdrücklich erwünscht

Während der Sommerferien haben Dr. Gregor Bonin als Vertreter der Stadt und Vorsitzender des Zweckverbandsausschusses Tagebaufolge(n)landschaft und Landrat Michael Kreuzberg als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier Beitrittsverhandlungen geführt. Auf politischen Wunsch sollten sowohl der zwischen Erkelenz, Jüchen, Titz und Mönchengladbach bestehende Zweckverband als auch die Stadt selbst die Möglichkeit eines Beitritts erörtern.

Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier, die bis vor kurzem als Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH firmierte, steht für einen Zusammenschluss aus Kreisen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, RWE und der IG BCE. Sie kümmert sich um den Strukturwandel, der als Folge des Klimawandels und der damit im Zusammenhang stehenden Energiewende im Rheinischen Revier stattfindet. Die Zukunftsagentur ist mit Landrat Kreuzberg in der Strukturwandelkommission in Berlin vertreten und verhandelt damit über Gelder, die die Bundesregierung für den Strukturwandelprozess zur Verfügung stellen wird.

Die Beitrittsverhandlungen brachten zwei Erfolge

Landrat Kreuzberg begrüßt die Intention der Stadt Mitglied zu werden: „Ich heiße die Stadt herzlich willkommen. Als Abbaugebiet des Tagebaus Garzweiler gehört sie definitiv zum Revier und hat damit das Recht am Strukturwandelprozess zu partizipieren. Ihre Mitgliedschaft steht für 270.000 Einwohner und stärkt damit auch das Gewicht des Rheinischen Reviers in der Strukturwandelkommission."

Dr. Gregor Bonin lobt diese Haltung und sagt zu, dem Rat einen Beitrittsbeschluss in der Sondersitzung am 29.08.2018 vorzulegen: „Sollte der Rat zustimmen, so könnte der Beitritt bereits im September vollzogen werden. Ich verspreche mir im Sinne des Strukturwandels eine gute Vernetzung mit den übrigen Revierkommunen, der Wirtschaft, den Verbänden und der Wissenschaft. Gemeinsam werden wir Leitbilder, Innovationsstrategien und Handlungskonzepte entwickeln und in hierzu von Projekte umsetzen. Insbesondere ist es wichtig, dass die hierfür erforderlichen Gelder nicht nur einmalig, sondern langfristig über die kommenden Jahrzehnte zur Verfügung gestellt werden."

Für den Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft besteht als weitere positive Nachricht die Möglichkeit ein Stimmrecht im sogenannten Operationellen Arbeitskreis der Zukunftsagentur zu bekommen. Landrat Kreuzberg: „Die Gesellschaft nimmt keine Tagebauverbände auf, weil deren Mitglieder bereits durch die Kreise vertreten sind. So vermeidet man zum Beispiel doppeltes Stimmrecht. Dennoch will die Zukunftsagentur Rheinisches Revier der Bedeutung der Tagebauverbände für den Strukturwandel und die regionale Entwicklung Rechnung tragen. Als Neuerung sollen die Verbände daher ein OPAK-Stimmrecht in der Zukunftsagentur Rheinisches Revier bekommen." Dr. Bonin: „Dieser Arbeitskreis gibt zum Beispiel Empfehlungen für Förderprojekte ab. Bisher war der Zweckverband hier nur als Gast vertreten. Nun bekommen wir die Chance uns hier für die Umsetzung unseres Drehbuchs auch mit Stimmrecht einzusetzen und Fördermittel zu erhalten. Als weitere Besonderheit empfinde ich, dass sich der Zweckverband in diesem Arbeitskreis mit den übrigen Regionalverbänden zum Wohle der regionalen Entwicklung vernetzt.“

(Text: Stadt Mönchengaldbach)

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