teaser-bildEs herrschte ein großes Inter­esse an dem Thema des Zukunfts­fo­rums. Foto: FZJ

29.11.2018

Vom Braunkohlen-Revier zum Bioökonomierevier – Chancen für die nachhaltige Gestaltung des Strukturwandels im Rheinischen Revier

Am 20. November trafen sich im Forschungszentrum Jülich knapp 100 Vertreter aus unterschiedlichen regionalen Einrichtungen, um die Bioökonomie als wichtiges Potenzialfeld einer integrierten und nachhaltigen Regionalentwicklung im Rahmen des Strukturwandels kennenzulernen.

Prof. Ulrich Schurr prä­sen­tiert die Idee eines Bio­öko­nomie-Reviers Foto: FZJ

Gastgeber waren das Bioeconomy Science Center (BioSC), die Zukunftsagentur Rheinisches Revier und das Forschungszentrum Jülich. Die Veranstaltung war als Zukunftsforum angelegt und bot unter dem Leitbild „Vom Braunkohlen-Revier zum Bioökonomie-Revier“ eine spannende und erkenntnisreiche Mischung aus Präsentationen und Diskussionen.

Professor Ulrich Schurr, Direktor des Instituts für Pflanzenwissenschaften am FZ Jülich und Sprecher des Bioeconomy Science Centers stellte in seiner Vision einer integrierten Regionalstrategie heraus, dass die Verknüpfung der gesellschaftlichen Transformationsprozesse Energiewende, Digitalisierung und die Umstellung auf biobasierte Rohstoffe im Rheinischen Revier als Leuchtturm-Region gelingen kann, wenn man an den Systemschnittstellen synergistische Lösungen erarbeitet und eine gemeinsame Vision für die Region entwickelt.

Regionale Akteure

Regionale Akteure aus unterschiedlichen Bereichen einer biobasierten Wirtschaft zeigten beispielhaft, welche wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale das Rheinische Revier bietet, um als Modellregion für eine ressourcen- und klimaschonende Bioökonomie eine nationale Vorreiterrolle einzunehmen. In den Kurzreferaten stellte Dr. Bernd Lüttgens vom Rheinischen Landwirtschaftsverband die Rolle der Landwirte als wichtige Rohstoffproduzenten dar. Welchen Beitrag die exzellenten wissenschaftliche Einrichtungen, zum Beispiel das Exzellencluster PhenoRob, und Forschungsinfrastrukturen, wie die Pilotbioraffinerie NGp² liefern können, beschrieben Dr. Holger Klose und Dr. Jörn Viell, die am Forschungszentrum beziehungsweise an der RWTH Aachen an Bioökonomie-Themen forschen. Daniel Grünes von der aquila biolabas GmbH, einem erfolgreichen Life Science-StartUp aus Baesweiler, machte deutlich, wie erfolgreiche Geschäftsmodelle an der Schnittstelle Bioökonomie-Digitalisierung aussehen können. Achim Raschka vom nova-Institut schloss die Präsentationsreihe mit der Beschreibung der aktuellen Marktsituation für biogene Rohstoffe und Produkte.

In der Dis­kus­sion mit regio­nalen Akteuren aus dem Rhei­ni­schen RevierFoto: FZJ

In der Diskussion wurde betont, wie wichtig eine frühzeitige Einbindung und der Dialog mit den Bürgern für das Gelingen einer solchen Vision ist. Eine erfolgreiche Umsetzung der Ideen ist nur mit der breiten gesellschaftlichen Unterstützung und im Dialog möglich. In diesem Punkt waren sich alle einig.


Auftakt zur Vernetzung

Das Zukunftsforum bildete den Auftakt für einen breit angelegten Informations- und Vernetzungs-prozess, der in den nächsten Jahren erfolgen soll. Dazu werden die nötigen Instrumente derzeit aufgebaut.
 

Wer an dem Thema interessiert ist und sich auch in Zukunft informieren möchte, kann sich jederzeit wenden an:

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