teaser-bildNRW-Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet auf der Revier­kon­fe­renz der Zukunft­s­agentur Rhei­ni­sches Revier.Foto: Zukunftsagentur Rheinisches Revier/Andreas Schmitter

19.02.2019

Rheinisches Revier will Bundesförderung gezielt in Zukunftsfelder lenken - Laschet und Pinkwart bei Revierkonferenz

Unter dem neuen Leitmotiv „Zukunft ist unser Revier“ diskutierten am 19. Februar etwa 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Revierkonferenz des Rheinischen Reviers in der Stadthalle Erkelenz mit Ministerpräsident Armin Laschet und Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart über die Ergebnisse der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“.

Ministerpräsident Laschet: „Das Rheinische Revier ist stark und dynamisch genug, den anstehenden Wandel zu stemmen. Die Region hat ein Riesenpotenzial, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten und zur Musterregion für Speichertechnologie weltweit zu werden. Wir gehen im Westen bei der Energiewende voran und fordern den Bund auf, die Ergebnisse der Kohlekommission schnellstmöglich umzusetzen.“

Aufgaben für die nächsten Jahrzehnte

Wirtschafts- und Digitalminister Pinkwart ermunterte, die Jahrhundertaufgabe als Jahrhundertchance zu begreifen und forderte alle Akteure im Rheinischen Revier zur Zusammenarbeit auf. „Mit innovativen Projekten, klugen Infrastrukturentwicklungen und der Stärkung von Zukunftsbranchen kann das Rheinische Revier zu einer europäischen Modellregion für eine erfolgreiche Energiewende in einem Industrieland werden“, erläuterte Pinkwart. „Jetzt gilt es, die richtigen Impulse für neue Wertschöpfung und damit verbunden neue Arbeitsplätze im Revier zu geben.“

Fahrplan für den Strukturwandel

Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH hatte im Herbst 2018 Eckpunkte für ein Strukturprogramm erarbeitet, die sich erkennbar im Endbericht der Energiekommission wiederfanden. Die Eckpunkte definieren die übergeordnete Zielsetzung für vier zentrale Zukunftsfelder, mit denen der Strukturwandel gelingen soll: „Energie und Industrie“, „Raum und Infrastruktur“, „Innovation und Bildung“ sowie „Ressourcen und Agrobusiness“.

„Wir werden die Eckpunkte jetzt zu einem konkreten Programm und Fahrplan für den Strukturwandel fortschreiben“, erklärte Ralph Sterck, Geschäftsführer der Zukunftsagentur. Auf der Revierkonferenz lud er zahlreiche regionale Experten aufs Podium, mit denen die Zukunftsagentur für die ausgewählten Zukunftsfelder detaillierte Konzepte und Kriterien für die spätere Projektauswahl ausarbeitet. „Wir wollen keine Gießkanne, sondern die Mittel sehr gezielt dahin lenken, wo sie die größte Wirkung erzielen können,“ gibt Sterck vor.

Neue Projektauswahlverfahren und Formate

Sobald die gesetzliche Grundlage geschaffen ist, kann die Zukunftsagentur Rheinisches Revier gemeinsam mit dem Land NRW und der Bezirksregierung Köln transparente und geordnete Auswahlverfahren für die künftigen Strukturhilfen aufsetzen.

Mit einer „Internationalen Bau- und Technologieausstellung“ soll das Rheinische Revier auch ein Ausstellungsformat für Projekte mit besonderem Leuchtturmcharakter erhalten. In unterschiedlichen Präsentationsjahren sollen die Fortschritte an dieser „größten Landschaftsbaustelle Europas“ auch entsprechend gewürdigt und gezeigt werden.

Schließlich wurde die Revierkonferenz auch für einen Ausblick auf eine neue Runde im Förderprogramm „Unternehmen Revier“ genutzt. Bereits im März geht dieses Programm mit einem jährlichen Volumen von zwei Millionen Euro wieder an den Start. Alle Informationen sind bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier erhältlich.

(Alle Fotos: Zukunftsagentur Rheinisches Revier/Andreas Schmitter)

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Ihr Ansprechpartner:
Christian Wirtz

Telefon: +49 2461 690-181
christian.wirtz@rheinisches-revier.de

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