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21.09.2018

Rheinisches Revier beschließt Eckpunkte für ein Wirtschafts- und Strukturprogramm – Mönchengladbach tritt der Zukunftsagentur bei

Jülich/Elsdorf, 21.9.2018 – In einer gemeinsamen Sitzung haben die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH Eckpunkte für ein Wirtschafts- und Strukturprogramm Rheinisches Revier beschlossen. Das Eckpunktepapier beinhaltet einen integrierten Entwicklungsansatz, der an den Stärken des Rheinischen Reviers ansetzt und Ziele, Strategien und Handlungsansätze in zentralen Zukunftsfeldern zusammenfasst.

So soll das Rheinische Revier auch künftig als Energie- und Industrieregion Bestand haben. Dazu ist ein zukunftsfähiges Energiesystem zu entwickeln, dass neben dem Erreichen der Klimaschutzziele auch die Versorgungssicherheit insbesondere für die energieintensiven Unternehmen in der Region zu wettbewerbsfähigen Kosten gewährleistet. Zugleich gilt es, das Know-how in den Unternehmen und die vorhandenen Potentiale aus Wissenschaft und Wirtschaft für Innovationen, neue Geschäftsmodelle und Start-ups zu nutzen, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu erhalten. Schließlich müssen auch die Kommunen dabei unterstützt werden, die Herausforderungen des Strukturwandels vor Ort zu bewältigen. Die räumliche Transformation des Rheinischen Reviers sowie der Ausbau und die Ertüchtigung der erforderlichen Infrastrukturen ist eine der größten Konversions- und Transformationsaufgaben in Europa.

„Mit dem Wirtschafts- und Strukturprogramm werden Impulse gesetzt, um den Strukturwandel der Energiewirtschaft, der Industrie und räumlichen Infrastruktur für die Transformation zu einem Rheinischen Zukunftsrevier zu nutzen: mit neuen Geschäftsmodellen, qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen und einem lebenswerten Umfeld“, so Christoph Dammermann, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes NRW und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Zukunftsagentur.

Auch mit Blick auf die Beratungen der in Berlin tagenden Kommission „Wirtschaft, Strukturwandel, Beschäftigung“ kommt das Eckpunktepapier zum rechten Zeitpunkt. „Die Eckpunkte veranschaulichen, dass die Ausgangslage im Rheinischen Revier sicherlich eine andere ist, als in den ostdeutschen Revieren. Die damit einhergehenden Herausforderungen im Rheinische Revier sind aber mitnichten geringer. Die Fallhöhe im Rheinischen Revier ist ungleich höher. Dies muss die Kommission bei ihren Entscheidungen berücksichtigen“, fordert Landrat Michael Kreuzberg, der als Mitglied der Kommission die Interessen des Rheinischen Reviers in Berlin vertritt.

Ralph Sterck, Geschäftsführer der Zukunftsagentur, bedankte sich bei den vielen Akteuren und Institutionen, die an der Erarbeitung der Eckpunkte mitgewirkt haben. „Das Strukturprogramm darf nicht als einmaliger Katalog missverstanden werden. Es geht um einen langfristigen und dynamischen Qualifizierungs- u. Entwicklungsprozess, den wir als Agentur gemeinsam mit allen Akteuren im Revier koordinieren und zum Erfolg führen werden“, so Sterck.

Neben der Verabschiedung des Eckpunktepapiers wurde auch die Weiterentwicklung der früheren Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) zur neuen Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH von den Gremien endgültig beschlossen. Mit dem einstimmigen Beschluss zur Änderung des Gesellschaftsvertrages wird die Gesellschaft für den anstehenden Strukturwandel gestärkt, um als zentrale Koordinations-Plattform die unterschiedlichen Akteure im Revier noch besser zu unterstützen. „Die Mitglieder haben sich zur Zukunftsagentur bekannt, die als einheitlicher Ansprechpartner unser gemeinsames Instrument für den Strukturwandel im Rheinischen Revier ist“, so Staatssekretär Dammermann.

Durch die Aufnahme der Stadt Mönchengladbach als Gesellschafter der Zukunftsagentur wurde der Gesellschafterkreis komplettiert. „Mit Mönchengladbach gewinnen wir einen starken neuen Partner. Die Region hat die Aufnahme einstimmig befürwortet. Das unterstreicht, dass das Revier gelernt hat, mit einer Stimme zu sprechen“, freut sich Landrat Michael Kreuzberg, der zugleich der Vorsitzende Gesellschafterversammlung ist. Mahnend gab er noch mit auf den Weg: „Für den anstehenden Strukturwandel, der noch unsere Kinder und Enkel beschäftigen wird, haben wir genau einen Versuch, und der muss klappen!“


Weitere Informationen:

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Ihr Ansprechpartner:
Ralph Sterck

Telefon: +49 2461 690-156
ralph.sterck@rheinisches-revier.de

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