Projekt QUIRINUS

Erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde das Projekt QUIRINUS, das sich in der Innovationsregion Rheinisches Revier um die Stromversorgung der Zukunft kümmert. Das Projekt hat ein Budget von etwa 6 Millionen Euro und wird von der EU und dem Land NRW gefördert. Aufgrund der dezentralen Einspeisestruktur in das Stromnetz benötigen Regionen in Zukunft zentrale Steuerungen, damit die Stromversorgung zuverlässig und stabil bleibt. Eine Möglichkeit ist, verschiedene Erneuerbare-Energien-Anlagen zu bündeln und so ein Flächenkraftwerk zu schaffen: also ein virtuelles Kraftwerk. Das heißt, die Anlagen werden über ein Informations- und Kommunikationsnetz miteinander verbunden und können Daten austauschen. Diese werden an einer zentralen Stelle gesteuert, sodass man von dort das Stromangebot und die Stromnachfrage über Systemdienstleistungen stabilitätswirkend aufeinander abstimmen kann. Mit Hilfe der SME Management GmbH wurde in der IRR ein Verbund von Verteilnetzbetreibern, Energieversorgern, Herstellern und Betreibern von Anlagen wie Daten-Kommunikation, Schwungradspeicher und Kraft-Wärme-Kopplung sowie von zwei Forschungsinstituten gebildet. Mit dem Projekt QUIRINUS haben sich die Beteiligten beim Klimaschutzwettbewerb "VirtuelleKraftwerke.NRW" des Landes Nordrhein-Westfalen beworben und gewonnen.

Inno­va­ti­ons­standort Els­dorf: Das Pro­jekt­kon­sor­tium „QUIRINUS“ arbeitet an der Zukunft des Ener­gie­sys­tems
Bei­spiel­hafte Dar­stel­lung des Modell­stand­ortes zur Kreis­l­auf­wirt­schaft

Projekt der IRR GmbH: Kreislaufwirtschaft Bauen

Ebenfalls wurde das von der IRR GmbH geleitete Projekt "Kreislaufwirtschaft Bauen" vorgestellt. Harald Kurkowski vom Baustoffberatungsunternehmen Bimolab gGmbH, Klaus Dosch von der indeland GmbH und Matti Wirth von der IRR GmbH erläuterten, wie in der Region künftig aus Abbruchmaterial neue Produkte für den Bausektor produziert werden können. Zur Verwirklichung soll in der IRR ein Modellstandort entstehen, an dem hochwertig produziert, aber auch geforscht und gelernt werden kann. Recycelter Bauschutt findet heutzutage noch keine Anwendung im Hochbau. Das wäre eine echte Innovation aus NRW. Hintergrund der Diskussion war die Veröffentlichung eines Thesenpapiers mit über 35 Kooperationspartnern am Tag der Revierkonferenz. Das Thesenpapier positioniert das Rheinische Revier als Pilotregion zur Kreislaufwirtschaft im Bausektor und enthält Empfehlungen an die Politik der Bundes- und Landesebene.

Kli­ma­schutz im Rhei­ni­schen Revier: Die Brenn­stoff­zel­len­sied­lung Bed­burg wurde in die Kli­maExpo.NRW auf­ge­nommen

Klimaschutz-Schrittmacher "Brennstoffzellensiedlung Bedburg"

Das Projekt "Brennstoffzellensiedlung Bedburg" wurde in die KlimaExpo.NRW aufgenommen und somit als erfolgreicher Schrittmacher in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, verlieh Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg und Dr. Lars Kulik, Vorstandsmitglied der RWE Power AG, die Urkunden und dankte für das Engagement der Innovationsregion Rheinisches Revier.

Interkommunale Flächenentwicklung

Joachim Neuser, Gruppenleiter im Landeswirtschaftsministerium und zuständig für die IRR, lobte die konkreten Flächenentwicklungsprojekte. Als Beispiele nannte er das Industriedrehkreuz Weisweiler, eine Folgenutzung für Frimmersdorf und den Campus Merscher Höhe. Das funktionierende interkommunale Verständnis innerhalb der IRR, ermögliche es dem Land solche Planungsprozesse zielführend zu fördern.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Christian Wirtz

Telefon: 02461 690-181

E-Mail: christian.wirtz@rheinisches-revier.de

(Fotos: IRR GmbH/Andreas Schmitter; Zeichnung Matti Wirth)