teaser-bildPres­se­kon­fe­renz nach den Sit­zungen von Auf­sichtsrat und Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung

03.05.2019

Resolution: Region muss eigenständig Strukturwandel gestalten

Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung haben auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 3. Mai in Düren eine Resolution zum aktuellen Stand der Umsetzung der Empfehlungen der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" formuliert. Die Kommission hatte konkrete Vorschläge für eine in die Zukunft gerichtete, nachhaltige Strukturentwicklung und damit für zukunftssichere Arbeitsplätze in den vom Strukturwandel betroffenen Braunkohleregionen erarbeitet.

Landrat Michael Kreuzberg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Mitglied der Kommission betonte: „Das Rheinische Revier wird vorbereitet sein, wenn Bund und Land ihre Strukturmittel abrufbar haben. Wir erarbeiten ein Strukturprogramm, das intervallisiert fortgeschrieben wird und das für das Revier transparente und qualitätssichernde Kriterien definiert. Die Projektauswahl wollen wir selbstbestimmt gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen vornehmen. Nun braucht es nur noch die verbindliche Festschreibung der Bundesmittel in einem Staatsvertrag, der uns Verlässlichkeit für die kommenden 20 Jahre bietet.“ Im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes sollen jährlich zwei Milliarden Euro Strukturhilfen über 20 Jahre in die Braunkohlereviere fließen. Das Rheinische Revier erhält 37 Prozent der Mittel.

Gute Chancen für das Revier und Zusammenarbeit mit den Kommunen

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Zukunftsagentur, NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann sagte: „Das Ergebnis der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung eröffnet dem Rheinischen Revier herausragende Entwicklungschancen. Nun kommt es darauf an, dass die Bundesregierung ihren Worten Taten folgen lässt und diese Empfehlungen auch genauso umsetzt. Denn die Menschen in der Region brauchen in Zeiten des Umbruchs vor allem eines: Planungssicherheit und Verlässlichkeit. Deshalb haben wir die 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Anrainer-Kommunen zum Gespräch eingeladen, um sie aus erster Hand über den aktuellen Stand der Strukturprojekte und der Gespräche mit der Bundesregierung zu informieren.“ Das Land Nordrhein-Westfalen werde das Rheinische Revier in den nächsten Jahren weiter unterstützen.

Erste Anrainerkonferenz in Düren

Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung gingen auf die Forderungen der Städte und Gemeinden ein, die an die Braunkohlentagebaue grenzen oder bei denen entsprechende Produktionsstandorte angesiedelt sind. Diese Kommunen wurden von der Zukunftsagentur Rheinisches Reviers am 3. Mai zur ersten Anrainerkonferenz des Rheinischen Reviers eingeladen. 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister diskutierten auf der Anrainerkonferenz gemeinsam aktuelle Themen im Rheinischen Revier. „Es ist uns besonders wichtig, die Anrainerkommunen der Tagebaue und Produktionsstandorte intensiv einzubinden“, bestätigte Ralph Sterck, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier.

Die nächsten Schritte

Auf der Tagesordnung standen die Sachstände zu den Verhandlungen mit der Bundesregierung und zum Sofortprogramm, über das erste Projekte für das Rheinische Revier finanziert werden. Darüber hinaus wurden die Bürgermeister über die Weiterentwicklung der Zukunftsagentur informiert. So wird es zukünftig sieben sogenannte Revierknoten geben, die die fachlichen Arbeiten übernehmen. Die Revierknoten lauten Raum, Infrastruktur und Mobilität, Energie, Industrie, Innovation und Bildung, Agrobusiness und Ressource und bilden die zentralen Handlungsfelder für den Strukturwandel im Rheinischen Revier ab. Eine „Internationale Bau- und Technologieausstellung“ (IBTA) verbindet alle Revierknoten und ist Impulsgeber und Schaufenster für den Strukturwandel nach außen.

Die gesamte Resolution kann hier abgerufen werden.

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Ihr Ansprechpartner:
Ralph Sterck

Telefon: +49 2461 690-156
ralph.sterck@rheinisches-revier.de

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