teaser-bildAnfang April fand die Werk­statt­woche in Nie­der­zier statt: Es geht um die Ent­wick­lung des Tage­bau­um­felds Ham­bach.Foto: Zukunftsagentur Rheinisches Revier

12.04.2019

Raumentwicklungsperspektive für die Tagebaufolgelandschaft Hambach

Welche Perspektive gibt es für unseren gemeinsamen Raum, wenn der Tagebau Hambach zu Ende gegangen ist? Wie wollen Menschen in unserer Region leben, arbeiten und sich erholen? Welche Bedingungen und welches Umfeld brauchen Unternehmen, die schon hier sind und die noch kommen werden? Welche gemeinsamen Überlegungen und Projekte helfen uns, den laufenden Strukturwandel schon jetzt aktiv zu gestalten? Solche Fragen stehen im Mittelpunkt der zurzeit laufenden Werkstattwoche des Teams Hambach mit einer Reihe von Planungsbüros verschiedener Fachrichtungen.

Stichworte wie „Raum für moderne Wirtschaft“, „Energie als Kompetenz, als Tradition und als Zukunft“, „Testräume für Innovationen“, „Welches Wohnen passt zu den Menschen einer modernen Wirtschaft?“, „Landwirtschaft im Klimawandel und in der Region“, „Landstädte und Stadtdörfer“, „Bördeseenlandschaft“, „postfossile Mobilität“ oder „ästhetische Energielandschaft“ wurden in den ersten beiden Tagen anhand erster Vorschläge und Entwürfe der Büros lebhaft diskutiert. Bis Freitag werden diese Überlegungen mit den Vorhaben der Kommunen abgeglichen, als Bild des zukünftigen Raums skizziert und Ideen für erste Projekte sowie gemeinsame weitere Schritte erarbeitet. Damit wollen die Kommunen auch noch ihre Stellungnahmen für den Regionalplan anreichern, der gerade von der Bezirksregierung Köln erarbeitet wird. Nicht zuletzt sollen diese Überlegungen auch für die Entscheidung über Prioritäten zur finanziellen Unterstützung des Strukturwandels hilfreich sein.

Da es bezüglich der Zone nördlich des Infrastrukturbands mit A 4 und Bahnlinien noch zahlreiche offene rechtliche und politische Fragen gibt, hat sich das Team Hambach dazu entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt keine planerischen Darstellungen bezogen auf das Vorfeld des Tagebaus vorzulegen. Gleichwohl wurden im Rahmen der Werkstattwoche auch Visionen in verschiedenen Varianten hierzu erörtert.

Das Team Hambach ist der erweiterte Kreis um den informellen Planungsverband der an den Tagebau Hambach angrenzenden Kommunen. Dies sind Niederzier, Jülich, Titz, Elsdorf, Kerpen und Merzenich. Ihre Mitstreiter im Team Hambach sind die RWE Power AG, die Zukunftsagentur Rheinisches Revier, der Region Köln/Bonn e.V. und die Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH.

Zwischenergebnisse des Prozesses, der noch deutlich über die laufende Werkstattwoche hinausreichen wird, werden am Freitag in einer größeren Runde mit Kommunalpolitik und Institutionen der Region und des Landes erörtert.

An dem Pressegespräch waren beteiligt:

  • Bürgermeister Hermann Heuser, Niederzier
  • Bürgermeister Axel Fuchs, Jülich
  • Bürgermeister Jürgen Frantzen, Titz
  • Bürgermeister Andreas Heller, Elsdorf
  • Technischer Beigeordneter Joachim Schwister, Kerpen
  • Bürgermeister Georg Gelhausen, Merzenich
  • Erik Schöddert und Dr. Gero Vinzelberg, RWE Power AG:
  • Geschäftsführer Ralph Sterck, Zukunftsagentur Rheinisches Revier
  • Jens Grisar, Region Köln/Bonn e. V.
  • Dr. Benno Esser, Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH
  • Prof. Dr. Ursula Stein, Begleitteam

Die am Prozess beteiligten Büros:

  • Prof. Dr. Ursula Stein, Stein Stadt- und Regionalplanung, Frankfurt a.M.
  • plan-lokal Dortmund
  • bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin
  • MUST Städtebau, Köln
  • Planersocietät Stadt- und Verkehrsplanung, Dortmund

(Pressemitteilung der Anrainerkommunen des Tagebaues Hambach)

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