teaser-bildIm Dezember 2017 wurden die Pläne im Haus der Städ­teRe­gion erst vor­ge­stellt, jetzt folgen schon Taten von Seiten der Lan­des­re­gie­rung. Mit der 4-Mil­lionen-För­de­rung kann schon bald der Start für die elek­tro­mo­bile Zukunft der Luft­fahrt in Merz­brück gelingen. (V.l.n.r.): CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zende Ulla Thön­nissen, FDPFrak­ti­ons­vor­sit­zender Georg Helg, MdL Dr. Werner Pfeil, Prof. Dr. Gün­ther Schuh, NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pink­wart, Städ­te­re­gi­onsrat Helmut Etschen­berg, FAM-Geschäfts­führer Uwe Zink und Wür­se­lens Bür­ger­meister Arno Nel­lessenFoto: Holger Benend/StädteRegion Aachen

23.07.2018

NRW fördert Ausbau von Merzbrück zum Forschungsflugplatz. Etschenberg: Zukunftsprojekt für E-Mobilität im Flugverkehr ist wichtiges Signal für den Strukturwandel

Kurz vor Weihnachten konnte Professor Günther Schuh dem NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart im Haus der StädteRegion seine Vision des sauberen und emmissionsarmen Elektro-Flugtaxis vorstellen. Mit der Aussage von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am 20. Juli in Aachen, dieses Zukunftsprojekt mit vier Millionen Euro zu fördern, sind den Absichtserklärungen in Rekordzeit schon konkrete Taten gefolgt.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der sich gemeinsam mit Bürgermeister Arno Nelles und vielen regionalen Akteuren von Beginn an für das neue RWTH-Campus-Cluster auf Merzbrück stark gemacht hat, war dann auch voll des Lobes: "Das entscheidende Zukunftsprojekt für die E-Mobilität im Flugverkehr kann mit dieser Entscheidung des Landes in der StädteRegion Aachen jetzt durchstarten. Ich erwarte davon etliche neue Arbeitsplätze und einen kräftigen Schub für den Strukturwandel."

Seinen Dank richtete Etschenberg nicht nur an Laschet, sondern besonders auch an Wirtschaftsminister Pinkwart, Verkehrsminister Hendrik Wüst und den städteregionalen Landtagsabgeordneten Dr. Werner Pfeil: "Sie haben sich das Projekt nach der Vorstellung vor gut sieben Monaten zu eigen gemacht und die heutige Entscheidung erst ermöglicht." Am Flugplatz Merzbrück kann jetzt der Ausbau zu einem Forschungsflugplatz vorangetrieben werden. Im Mittelpunkt stehen dabei das geräuscharme Fliegen und das Fliegen mit Elektromotor.

Das manifestiert sich in der Entwicklung eines Flugzeugs der ganz neuen Art, dem „Silent Air Taxi“. Das Flugzeug der Zukunft ist eine Entwicklung der Air s.Pace GmbH, einem Zusammenschluss verschiedener Disziplinen aus RWTH Aachen, FH Aachen sowie zahlreichen Instituten. Es macht seinem Namen alle Ehre: "Schon 100 Meter neben der Landebahn können sie das Flugzeug nicht mehr hören“, schildert Professor Schuh einen der großen Vorteile. Geplant ist eine zeitnahe Serienfertigung des Leichtbauflugzeuges, das sechs Personen befördern kann und mit einem elektrohybriden Antriebsstrang unter Verwendung einer Brennstoffzelle angetrieben wird. Das “Silent Air Taxi“ soll zukünftig aber auch ohne Pilot im autonomen Fliegen Waren befördern können, die "just in time“ geliefert werden müssen.

Um dieses Cluster auf Merzbrück zu realisieren muss allerdings vorab die Landebahn ertüchtigt und um zehn Grad von der Bebauung weg verschwenkt werden. Damit soll der Landeplatz zukunftsfähig und EU-konform dauerhaft gesichert werden. Außerdem wird durch die Verschwenkung das Geräuschniveau für die Anwohner reduziert. Aktuell wird dafür von Gesamtkosten in Höhe von sieben bis acht Millionen Euro ausgegangen. Die heute fest zugesagte Landesförderung ist neben dem Anteil der kommunalen Gesellschafter deshalb für das Zukunftsprojekt unverzichtbar.

"Ich bin sehr erleichtert, dass ich noch vor meinem Ausscheiden aus dem Amt des Städteregionsrates die Weichen für die Realisierung des wichtigen Projektes "Forschungsflugplatz Merzbrück" entscheidend mit stellen konnte“, so Etschenberg erfreut. Die entsprechenden Anträge zum Ausbau des Flughafens sind jetzt schnellstmöglich auf
den Weg zu bringen. Die Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH muss kurzfristig den Finanzierungsbedarf mitteilen, damit alle Gesellschafter die notwendigen Entscheidungen herbeiführen können.


Kontakt

StädteRegion Aachen
Öffentlichkeitsarbeit
Detlef Funken 
Telefon: 0241 5198-1300
E-Mail: pressestelle@staedteregion-aachen.de 


(Text: StädteRegion Aachen)

zurück zur Übersicht