Mehr als 100 Teilnehmer, darunter Wissenschaftler, Unternehmer, kommunale Vertreter - wie Bürgermeister, Klimamanager oder Stadtplaner-, Energieversorger, Mobilitätsanbieter, Berater, und interessierte Bürger fanden den Weg nach Alsdorf. Unter Ihnen waren sowohl überzeugte E-Mobilisten als auch solche, die noch über den Umstieg auf nachhaltige Mobilität nachdenken.

Eröff­nung des Forums durch Boris Linden (IRR GmbH) und Harald Richter (Ener­ge­ticon GmbH)

Nach spannenden Impulsvorträgen über zukunftsfähige Mobilitätskonzepte, Ansätze zur Bereitstellung der Energie für alternativ betriebene Fahrzeuge und Standardisierungsbemühungen bei Ladevorgängen, sowie bezahlbare Elektrofahrzeuge aus regionaler Produktion, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit im Rahmen eines moderierten Regionsgesprächs ihre Fragen rund um das Thema mit fünf ausgewiesenen Experten zu diskutieren: Dr. Matthias Dürr (Leiter ElektroMobilität.NRW), Theo Jansen (Koordinator Zukunftsnetz Mobilität NRW), Dr. Albrecht Möllmann (Vorsitzender HyCologne e.V.), Lothar Stanka (Leiter Vertrieb Elektromobilität bei Innogy) und Dr. Christian Steinborn (e.GO Mobile AG) konnten eine Vielzahl der Fragen aus dem Publikum beantworten. Moderiert wurde die Runde von Dr. Verena Müller, Redakteurin beim Aachener Zeitungsverlag.

Während unter den Experten Einigkeit darüber herrschte, dass sich das Mobilitätsverhalten der Menschen ändern und neue Dienstleistungen angeboten werden müssen, gab es über deren konkrete Ausgestaltung noch Spielräume. Vor allen Dingen darüber, welche Technik sich letztlich durchsetzen wird (rein elektrischer oder Brennstoffzellenantrieb, eine Kombination aus beiden oder vielleicht doch eine andere Antriebsart) kann heute nicht mit Sicherheit gesagt werden. Bleibt es bei dem Trend, dass Wasserstoff- wie momentan rund um Hürth vorgelebt- eher bei größeren Fahrzeugen wie Bussen, Anwendung findet? Die Zukunft mit ihren gesetzlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird es zeigen.

Im Anschluss an die Diskussion hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Fahrzeugausstellung und den Projektmarkt zu besuchen. Insgesamt 25 alternativ betriebene Fahrzeuge (rein elektrische, Brennstoffzellen- und Hybridfahrzeuge) – waren durch Autohäuser und Privatpersonen bereitgestellt worden - von denen die überwiegende Anzahl auch für Probefahrten zur Verfügung stand. Die Ausstellung zu mehr als 15 in der Region bereits erfolgreich laufenden Initiativen zum Thema rundeten das Programm ab.

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Die Kombination aus Vorträgen, Diskussionsrunde und Ausstellung sowie die Bandbreite, in der das Thema bearbeitet wurde, kam bei den Besuchern gut an. Vor allem diejenigen, die zum ersten Mal in einem elektrisch betriebenen Fahrzeug mitgefahren sind, waren durchweg begeistert von dem Erlebnis. Der ein oder andere Teilnehmer äußerte sich sogar dahingehend, dass er schon nach dieser kurzen, aber beeindruckenden Probefahrt noch intensiver als bisher über den Umstieg auf Elektromobilität nachdenken werde.
 

Experten im Gespräch über nach­hal­tige Mobi­li­täts­ent­wick­lung: (v.l.) Theo Jansen (Koor­di­nator Zukunfts­netz Mobi­lität NRW), Lothar Stanka (Leiter Ver­trieb Elek­tro­mo­bi­lität bei Innogy), Dr. Chris­tian Stein­born (e.GO Mobile AG), Dr. Matt­hias Dürr (Leiter Elek­troMo­bi­lität.NRW) und Dr. Albrecht Möll­mann (Vor­sit­zender HyCo­logne e.V.)

Motivation für die Veranstaltung:

Die Verkehrswende – d.h. die nachhaltige Gestaltung und Sicherstellung der „Mobilität von Morgen“ hinkt im Vergleich zu anderen Themen der Energiewende deutlich hinterher und alternative Antriebe im rheinischen Braunkohlenrevier stellen noch immer eine Randerscheinung dar. Deshalb hat es sich die IRR GmbH auf die Fahne geschrieben, das Thema mit einer Veranstaltungsreihe offensiv anzugehen.

Durch die Kooperation mit dem Energeticon, welches sich als Ort für Infotainment versteht, wurde sichergestellt, dass die Veranstaltung nicht nur Experten eine Plattform zum Austausch bot, sondern auch die Öffentlichkeit anzog, damit Fragen zu laufenden Entwicklungen und Projekten diskutiert und die Grundlage für eine gemeinsame regionale Umsetzung erarbeitet werden konnte. Mit partizipativen Formaten möchte die IRR GmbH dem Bürger im Revier eine aktive Mitgestaltung bei der Umsetzung des bevorstehenden Strukturwandels ermöglichen, denn die Region soll auch künftig für Unternehmen und Menschen als Wirtschafts- und Wohnstandort attraktiv bleiben. In einem ersten Schritt wurden deshalb im Rahmen der Veranstaltung die innerhalb der gesamten Region bereits existierenden zahlreichen Aktivitäten miteinander bekannt und für den interessierten Bürger besser sichtbar gemacht. Mittel- bis langfristig soll ein Netzwerk für den permanenten Austausch regionaler Akteure und die Umsetzung nachhaltiger regionaler Konzepte entstehen. Eine erste Folgeveranstaltung ist für Herbst 2017 geplant.

Hier finden Sie die Presseartikel zum Forum „Nachhaltige Mobilitätsentwicklung“:

Ansprechpartner:

Marie-Luise Schaller
Telefon: 02461 690-150
marie-luise.schaller@rheinisches-revier.de