teaser-bildDie Jury „Un­ter­nehmen Revier“ für das Rhei­ni­sche Revier (v. l.): Hans Hugo Papen (Regio­nalrat Düs­sel­dorf), Hans Krings (Regio­nalrat Köln), Jan Falke (Minis­te­rium für Wirt­schaft, Inno­va­tion, Digi­ta­li­sie­rung und Energie des Landes Nord­rhein-West­falen), Jury-Vor­sit­zende Gisela Walsken, Regie­rungs­prä­si­dentin Köln und Boris Linden (Zukunft­s­agentur Rhei­ni­sches Revier)Foto: Bezirksregierung Köln

02.08.2018

Bundes-Förderprogramm „Unternehmen Revier“: Weitere Projekte für Strukturwandel im Rheinischen Revier stehen fest

Neuer Projektaufruf gestartet – Vorschläge können bis 30. September eingereicht werden: Für die Entwicklung des Rheinischen Reviers wurden 13 Projekte ausgewählt, die über das Förderprogramm „Unternehmen Revier“ finanziert werden. Darüber entschied eine Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Bezirksregierung Köln, der Regionalräte Köln und Düsseldorf sowie der Zukunftsagentur Rheinisches Revier. „Das Fördergeld aus „Unternehmen Revier“ bringt das Rheinische Revier einen großen Schritt voran“, freute sich die Jury-Vorsitzende, Gisela Walsken, Regierungspräsidentin Köln. Damit erhält die Region für diese Projekte im Jahr 2018 über 600.000 Euro Förderung. Erstmalig werden im Rheinischen Revier Projekte über das Förderprogramm „Unternehmen Revier“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finanziert.

Die Jury „Un­ter­nehmen Revier“ bei der Arbeit: Es wurden 13 Pro­jekte mit einer Gesamt­för­der­summe von über 600.000 Euro aus­ge­wählt.Foto: Bezirksregierung Köln

Themenvielfalt im 2018er-Projektkanon

Thematisch decken die Projekte wesentliche Strukturwandel-Themen ab. Eine Firma aus Elsdorf entwickelt eine App, mit der Stromflüsse im Energienetze gesteuert werden. Im Rhein-Erft-Kreis wird eine schwimmende Photovoltaikanlage entwickelt. Diese Technologie könnte zukünftig auch auf den Tagebauseen zum Einsatz kommen. Der Betrieb einer Gleichstromsiedlung wird in Euskirchen erprobt. Fördergeld erhalten auch Konzepte, mit denen kommunale Verbünde Themen wie Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Grün- und Freiraum erarbeiten. Landwirtschaftliche Projekte zum Thema artgerechte Haltung von Nutztieren und regionale Vermarktung oder die Herstellung von organischem Dünger aus Gülle und Braunkohle werden ebenfalls gefördert. Im Bereich des ressourceneffizienten Bauens wird für die Faktor X-Aktivitäten im Indeland eine digitale Anwendung zur entsprechenden Planung umgesetzt. Damit verknüpft werden soll eine Ausstellung in Inden.

Gisela Walsken: „Alle ausgewählten Projekte helfen bei der Gestaltung des Strukturwandels.“ Gleichzeitig freue sie sich, wie vielfältig die Projekte seien. Die Antragsteller werden als nächstes ihre vorliegenden Projektskizzen zu Projektanträgen erweitern. Nach erfolgter Genehmigung durch die Bezirksregierung Köln sollen die Projekte noch in diesem Jahr anlaufen.

Projektvorschläge einreichen

Eine weitere Projektrunde hat bereits begonnen. Ab sofort können interessierte Städte, Gemeinden, Verbände, Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger aus den Kreisen des Rheinischen Reviers, der Städteregion Aachen, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Kreis Neuss und den Kreisen Heinsberg, Düren und Euskirchen, sich bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier bewerben. Bis zum 30. September 2018 können entsprechende Projektskizzen für die 2019er Fördergelder eingereicht werden. Welche Projekte gefördert werden, wird auf der Revierkonferenz am 14. Dezember 2018 bekanntgegeben. Das Rheinische Revier erhält aus dem Förderprogramm „Unternehmen Revier“ eine Millionen Euro pro Jahr. Mit diesem Fördergeld sollen beginnend mit 2018 in den nächsten vier Jahren Projekte gefördert werden, die die wirtschaftliche Entwicklung des Rheinischen Reviers voranbringen.

Zusammenarbeit zwischen Bezirksregierung Köln und Zukunftsagentur

Die Bezirksregierung Köln hat als sogenannter Abwicklungspartner die administrative Abwicklung des Förderprogramms „Unternehmen Revier“ im Rheinischen Revier übernommen. Sie befasst sich gesamtverantwortlich mit dem Wettbewerbs-, Antrags- und Bewilligungsverfahren einschließlich des Schlussverwendungsnachweises. Aufgabe der Zukunftsagentur Rheinisches Revier ist die fachlich-inhaltliche Abwicklung des Förderprogramms „Unternehmen Revier“. Mögliche Antragssteller beraten die Bezirksregierung Köln und die Zukunftsagentur gemeinsam.

Strukturwandel durch konkrete Projekte

Die vormalige IRR GmbH und jetzige Zukunftsagentur Rheinisches Revier arbeitet seit 2014 an der Gestaltung des Strukturwandels durch konkrete Projekte. Bereits im Jahr 2015 wurden in einem Ideenwettbewerb 75 Projekte ausgewählt. Diese wurden mit den Projektträgern gemeinsam weiter ausgearbeitet, mit einer Förderung versehen und teilweise bereits umgesetzt. Dadurch sind bereits zahlreiche Netzwerke und Projektzusammenschlüsse in der Region entstanden. Das Förderprogramm „Unternehmen Revier“ stellt eine weitere wichtige Finanzierungsquelle für Strukturwandel-Projekte im Rheinischen Revier dar.

Weitere Informationen:

noch kein Bild vorhanden

Ihr Ansprechpartner:
Christian Wirtz

Telefon: +49 2461 690-181
christian.wirtz@rheinisches-revier.de

zurück zur Übersicht