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16.11.2018

Bundes-Förderprogramm "Unternehmen Revier": Nach erfolgreichem Aufruf stehen weitere Projekte für das Rheinische Revier fest

Für den Strukturwandel des Rheinischen Reviers wurden in diesem Herbst elf weitere Projekte ausgewählt, die über das Förderprogramm "Unternehmen Revier" finanziert werden. Darüber entschied eine Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Bezirksregierung Köln, der Regionalräte Köln und Düsseldorf sowie der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH.

"Dies ist bereits der zweite Aufruf in diesem Jahr. Damit setzen wir unsere Arbeit fort, dauerhaft und wirksam den Strukturwandel im Rheinischen Revier zu gestalten", freute sich die Jury-Vorsitzende, Gisela Walsken, Regierungspräsidentin Köln. Die Region erhält für die Projekte im Jahr 2019 voraussichtlich zwei Millionen Euro Förderung.
 

Viele Projektvorschläge eingereicht

In dem Projektaufruf "Unternehmen Revier 2019" konnten sich bis Ende September interessierte Städte, Gemeinden, Verbände, Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger aus dem Rheinischen Revier bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier bewerben. Bei den eingereichten Projektskizzen herrschte eine große Themenvielfalt, die die wesentlichen Themen des Strukturwandels, das heißt Energie, Raum, Ressourcen und Infrastruktur, abdeckten.

Von Elsdorf bis zum Indeland - von Energie zu Tourismus

Im Bereich Energie soll durch ein Unternehmen aus Elsdorf ein regionales "Control-Center" zur Bündelung von Energieversorgungs-Sicherungsaufgaben im Rheinischen Revier aufgebaut werden. Im Rhein-Kreis-Neuss gilt es, langfristig die Aluminium-Industrie als energieintensive Industrie im Rheinischen Revier zu stärken. Hierbei dient der Aufbau eines räumlich-thematischen Netzwerksverbundes als Vorstufe zur Etablierung eines regionalen Innovations- und Anwendungszentrums für den energieeffizienten und nachhaltigen Einsatz des Werkstoffes Aluminium. Fördergeld erhalten auch das Forschungszentrum Jülich, das zusammen mit kommunalen Unternehmen im Rheinischen Revier tragfähige Strukturen zur Vernetzung und zum Kapazitätsaufbau im Bereich Bioökonomie etablieren möchte. Auf Basis vorhandener Standortkompetenzen in Wirtschaft, Forschung und Ausbildung soll der Wandel zum Bioökonomie-Revier initiiert werden. Touristische Projekte zum Aufbau eines Innovationsnetzwerkes und zum Zusammenführen teilräumlicher, touristischer Konzepte und Masterpläne werden ebenfalls gefördert. Im Bereich ressourceneffizientes Bauen werden der Aufbau eines digitalen Best-Practice-Netzwerkes sowie der Aufbau einer Datenbank zur Erfassung und Vermittlung von Bauprodukten, Gebäuden und Akteuren mit Fördermitteln ausgestattet.

Welche Projekte gefördert werden, wird auf der Revierkonferenz am 14. Dezember 2018 bekanntgegeben. Die Projektträger, deren Ideen von der Jury ausgewählt wurden, werden als nächstes über ihre erfolgreiche Teilnahme informiert und aufgefordert, ihre vorliegenden Projektskizzen zu Projektanträgen zu erweitern. Nach erfolgter Bewilligung durch die Bezirksregierung Köln können die Projekte 2019 starten.

Die Jury „Un­ter­­nehmen Revier“ bei der Arbeit: Es wurden elf Pro­jekte mit einer Gesam­t­­för­­der­­summe von zwei Mil­lionen Euro aus­­­ge­wählt.Foto: Zukunftsagentur Rheinisches Revier

Förderung für das Revier

Das Rheinische Revier erhält aus dem Förderprogramm "Unternehmen Revier" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zwei Millionen Euro pro Jahr. Mit diesem Fördergeld sollen beginnend mit 2018 in den nächsten vier Jahren Projekte gefördert werden, die die wirtschaftliche Entwicklung des Rheinischen Reviers voranbringen.

Zusammenarbeit zwischen Bezirksregierung Köln und Zukunftsagentur

Die Bezirksregierung Köln hat als sogenannter Abwicklungspartner die administrative Abwicklung des Förderprogramms "Unternehmen Revier" im Rheinischen Revier übernommen. Sie befasst sich gesamtverantwortlich mit dem Wettbewerbs-, Antrags- und Bewilligungsverfahren einschließlich des Schlussverwendungsnachweises. Aufgabe der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH ist die fachlich-inhaltliche Abwicklung des Förderprogramms "Unternehmen Revier". Mögliche Antragssteller beraten die Bezirksregierung Köln und die Zukunftsagentur gemeinsam.

Strukturwandel durch konkrete Projekte

Die vormalige IRR GmbH und jetzige Zukunftsagentur Rheinisches Revier arbeitet seit 2014 an der Gestaltung des Strukturwandels durch konkrete Projekte. Bereits im Jahr 2015 wurden in einem Ideenwettbewerb 75 Projekte ausgewählt. Diese wurden mit den Projektträgern gemeinsam weiter ausgearbeitet, mit einer Förderung versehen und teilweise bereits umgesetzt. Dadurch sind bereits zahlreiche Netzwerke und Projektzusammenschlüsse in der Region entstanden. Das Förderprogramm "Unternehmen Revier" stellt eine weitere wichtige Finanzierungsquelle für Strukturwandel-Projekte im Rheinischen Revier dar.

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Ihr Ansprechpartner:
Nicole Monath

Telefon: +49 2461 690-186
nicole.monath@rheinisches-revier.de

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