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Ideenwettbewerb beendet - Best-Practice-Projekte und neue Ideen ausgezeichnet

Die "IRR - Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH" suchte im Rahmen eines Ideenwettbewerbs bis zum 28. August 2015 Modellprojekte und neue Projektideen. Mitmachen konnte jeder, der bauliche, landschaftliche, organisatorische und wissenschaftliche Projekte einreicht, die die Zukunft der Energieregion nachhaltig gestalten können.

Die eingereichten Projekte wurden auf der Revierkonferenz und dem zweiten Innovationstag am 23. Oktober 2015 in der Kreisverwaltung Düren vorgestellt. Weitere Informationen sind hier abrufbar.

Im Folgenden sind die wichtigsten Informationen zum Ideenwettbewerb aufgeführt:

Zielgruppe

Bürgerinnen und Bürger, Vereine, öffentliche Träger, Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen

Organisation und Ablauf

Der Ideenwettbewerb verfolgt zwei Ziele:

  • Auswahl bestehender, bereits realisierter "Best-Practice"-Projekte der Region, die schon heute den Zielen der IRR entsprechen ("Wandel HEUTE sichtbar machen")
  • Suche nach neuen Ideen und Modellprojekten, die in den nächsten Jahren im Rahmen der IRR weiter qualifiziert und realisiert werden sollen ("Wandel für MORGEN vorausschauend gestalten")

Die Projektauswahl erfolgt nach Empfehlung eines Fachbeirates und des operationellen Arbeitskreises (Beratungsgremium) durch die Gesellschafterversammlung (Auswahlgremium).

 

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Qualifizierungsprozess

Bereits realisierte "IRR-Best-Practice-Projekte" in der Region werden an Hand der im Rahmen des Projektaufrufs eingereichten Projektskizze und den Qualitätskriterien nach Empfehlung des Fachbeirates und operationellen Arbeitskreises (Auswahlgremium) direkt durch die Gesellschafterversammlung ausgewählt  (1-stufiges Auswahlverfahren).

Die neuen Ideen/Modellprojekte erhalten nach Auswahl in einer ersten Stufe den Status als "IRR-Kandidat". Erst nach erfolgreicher Weiterqualifizierung werden die IRR-Kandidaten nach erneuter Diskussion in der Gesellschafterversammlung (Auswahlgremium) zu einem offiziellen "IRR-Modellprojekt" ausgezeichnet (2-stufiges Auswahlverfahren).

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Bewertungskriterien

Regionale Bedeutung – Welche Bedeutung hat die Projektidee über den konkreten Ort hinaus für den jeweiligen Innovationsraum und die Region?

Zukunftsthema – Inwiefern wird den künftigen Herausforderungen der Region Rechnung getragen (zum Beispiel Strukturwandel, Klimaschutz, Energiewende)?

Kompetenz/überdurchschnittliche Qualität – Wodurch wird eine überdurchschnittliche Qualität der Projektideen sichergestellt (zum Beispiel Nachweis von Kompetenz, Denken in Alternativen/Wettbewerb)?

Innovationskraft – Was ist innovativ/neuartig an der Projektidee (zum Beispiel Herangehensweise,
Produkt, technische Lösung, Trägerschaft)?

Übertragbarkeit – Was können andere Orte und Regionen von Projektidee lernen (Modellcharakter)?

Strukturwirksamkeit – Welche strukturwirksamen Impulse gehen vom Projekt aus?

Realisierbarkeit und Nachhaltigkeit – beteiligte Akteure, Finanzierung (Zuordnung Finanzierungs- und Fördermodell), Genehmigungsfähigkeit

Auch jenseits der genannten Themenbereiche können Projektideen und Modellprojekte eingebracht werden, sofern sie den grundsätzlichen Zielen der IRR gerecht werden und den Qualitätskriterien (siehe oben) entsprechen.

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Zeitplan

  • 09.05.2015: Beginn des Ideenwettbewerbs
  • 09.05. bis 28.08.2015: Einreichung von Projektideen
  • 28.08.2015: Einsendeschluss für Projektideen
  • September 2015: Vorprüfung durch die IRR GmbH, Beratung im Fachbeirat und Operationellen Arbeitskreis
  • Oktober 2015: Beratung über die Modellprojekte/Projektideen in der Gesellschafterversammlung der IRR GmbH
  • Mitte Oktober 2015: Veröffentlichung der ersten "IRR-Best-Practice-Projekte" und "IRR-Kandidaten"

Einzureichende Unterlagen

Die Auswahl der IRR-Best-Practice-Projekte/IRR-Modellprojekten erfolgt auf Basis einer eingereichten Projektskizze. Hierfür stehen digitale Vorlagen zur Verfügung, die ausgefüllt werden müssen.

Es wird erwartet, dass die eingereichte Projektskizze ein umfassendes Bild der Projektidee mit Bezug zu den Themenbereichen der IRR und dem örtlichen Kontext - den "Innovationsräumen" - vermittelt und es dem Auswahlgremium
ermöglicht, die Relevanz des Projektes zu erfassen.

Die Unterlagen sollten neben Ausführungen zu der Projektidee auch Angaben zu den Zielen, zum Projektstand, zu Maßnahmen und Aktivitäten, zum Ort sowie zu den Projektbeteiligten beinhalten. Darüber hinaus sollten enge Bezüge zu den Qualitätskriterien der IRR hergestellt werden. Es werden für IRR-Best-Practice-Projekte und IRR-Modellprojekte jeweils separate Vorlagen bereitgestellt:

Hintergrund

Ziel der IRR GmbH ist die Weiterentwicklung des Rheinischen Reviers zu einer Modellregion für die Energiewende und den Klimaschutz auf Basis der in der Region gegebenen wirtschaftlichen, technologischen und infrastrukturellen Stärken.

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs soll mit der Region eine erste Etappe auf der gemeinsamen "Wegstrecke" zur Modellregion durch die Auszeichnung von IRR-Best-Practice-Projekten und der Qualifizierung ausgewählter IRR-Kandidaten/IRR-Modellprojekten gegangen werden. Es geht also um die Suche nach Projektvorschlägen und –ideen, um den präventiven Wandel mit vorbildhaften, zukunftsweisenden Projekten für die Region sichtbar zu machen.

Weitere Informationen:

Testimonial

"Ich engagiere mich für die IRR, weil wir heute den Strukturwandel im Hinblick auf das absehbare Ende der Braunkohlegewinnung und -verstromung voranbringen müssen. Ich will, dass die IRR auch nach dem Ende der Braunkohle eine Region der Energiezeugung auf Basis von Erneuerbaren Energie und Energieeffizienz bleibt. Die dafür vorhanden Potenziale müssen wir heute nachhaltig ausbauen und die Infrastruktur der Region weiterentwickeln."

Oliver Krischer, Mitglied des Bundestages, Bündnis 90 / Die Grünen
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.