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09.10.2017


Anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im SCO, Jülich, präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Jülich-Koslar dem Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung der DG, Harald Mollers (im Bild links), ihre Projektideen für "Jugend forscht".

Science College Overbach: IRR-Best-Practice-Projekt schließt Kooperationsvertrag mit Ostbelgien

Das Science College Overbach (SCO) steht Lehrern, Kindergärtnern, Lehramtsstudierenden und Schülern aus Ostbelgien nun offiziell als Partner zur Verfügung. Am Donnerstag, dem 5. Oktober, unterzeichneten der Leiter des Science College Overbach, Rusbeh Nawab, der Direktor der Autonomen Hochschule, Stephan Boemer und Bildungsminister Harald Mollers eine Vereinbarung, die die Basis für die verstärkte Zusammenarbeit zwischen ostbelgischen Bildungsakteuren und dem SCO verkörpert.

Ziel der Vereinbarung ist es, die naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Lehrern, Kindergärtnern und Schülern in Ostbelgien zu fördern. Das SCO versteht sich als außerschulischer Lernort, Jugendbildungseinrichtung und Bildungsinnovationszentrum für die MINT-Disziplinen Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik. Schwerpunkt des pädagogischen Konzeptes ist das "forschende Lernen" im Schülerlabor des SCO. Die ganzheitlichen Bildungsangebote richten sich an Schüler aller Schulformen sowie aktive und angehende pädagogische Fachkräfte und können den klassischen Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern anschaulich ergänzen.

Weitereichende Zusammenarbeit

Durch die rasante Entwicklung der Gesellschaft in den MINT-Bereichen hat die Vermittlung und Stärkung von naturwissenschaftlichen Kompetenzen für Bildungsminister Harald Mollers vorrangige Bedeutung: "Aufgabe der Schule ist es, unsere Kinder und Jugendlichen zu mündigen Bürgern unserer Gesellschaft heranzubilden. Eine solide Grundbildung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich ist für die verantwortliche Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen unumgänglich. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Berufsabschlüssen in diesen Fachbereichen. Die letzte PISA-Studie hat jedoch gezeigt, dass das Interesse an den MINT-Fächern auch bei uns nachlässt. Dem müssen wir Abhilfe schaffen. Um unsere Schüler für die MINT-Disziplinen zu begeistern, brauchen wir nicht nur einen guten naturwissenschaftlichen Schulunterricht, sondern auch spannende außerschulische Lernorte. Mit dem Science College Overbach gewinnen wir einen sehr wertvollen und erfahrenen Partner auf diesem Gebiet."

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (von links nach rechts): Stephan Boemer, Direktor der Autonomen Hochschule in der DG, Harald Mollers, Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung der DG und Rusbeh Nawab, Leiter des Science College Overbach.

Die Vereinbarung ermöglicht zum Beispiel den Schulklassen der ostbelgischen Grund- und Sekundarschulen die Teilnahme an ganztägigen MINT-Workshops oder Forschercamps. Die Türen des SCO stehen auch einzelnen Schülern aus Ostbelgien bei der Arbeit an Jugend-forscht-Projekten oder Endarbeiten offen.

Vereinbart wurde außerdem, dass in Zukunft ostbelgische Lehramtsstudierende angehalten werden, während ihres Studiums an der Autonomen Hochschule einen Praxistag im SCO zu absolvieren. Zudem stehen alle Bildungsangebote des SCO, die sich an Pädagogen richten, ostbelgischen Lehrern, Kindergärtnern und Lehramtsstudierenden offen. Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft und das Science College Overbach vereinbarten darüber hinaus, sich regelmäßig über die Beteiligung an Bildungsinitiativen in der MINT-Nachwuchsförderung und in der Wissenschaftskommunikation auszutauschen.

Kooperation von Bildungsregionen

Der pädagogische Geschäftsleiter des Hauses Overbach, Oberstudiendirektor i.E. Heinz Lingen, erläutert: "Die Kooperationsvereinbarung stärkt die MINT-Bildung in der Euregio Maas-Rhein und gibt darüber hinaus ein gutes Beispiel für kooperative Bildungsprojekte zwischen benachbarten Bildungsregionen. Ich freue mich, dass die neue Partnerschaft zukünftig viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer in einen intensiven Austausch bringt."

Kontakt

Rusbeh Nawab M. A.
Leiter Science College Overbach Oblaten des hl. Franz von Sales e.V. Haus Overbach
Franz-von-Sales-Str. 1
52428 Jülich-Barmen
Teelfon: 02461 930-611
E-Mail: rusbeh.nawab@overbach.de

"Brainergy-Park" Jülich: Jetzt kommt Geld für den Masterplan

Die Aachener Zeitung berichtete am 8. August 2017 das Vorhaben, das im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt wurde: "Jülich. Um in diesem Land ein Gewerbegebiet zu errichten, reichen der Kauf von ein paar Grundstücken und ein Ratsbeschluss nicht aus. Das ist ein juristischer Akt mit vielen Fallstricken, der dauern kann. Es wird noch komplizierter, wenn mehrere Partner im Boot sitzen und zudem Zuschüsse der öffentlichen Hand beantragt werden. All das ist beim interkommunalen Gewerbegebiet Merscher Höhe mit einem Spezialteil namens "Brainergy-Park" der Fall. Mehr Informationen »

Inden: Faktor-4-Haus setzt neue Maßstäbe

Ende August haben die Arbeiten für das sogenannte Faktor-4-Haus der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH (EwiG) im Seeviertel Inden begonnen. Mit ihren Projektpartnern RWE Power und der Gemeinde Inden zeigt die indeland GmbH wie klimaschonendes Bauen in der Zukunft aussehen sollte. Das Vorhaben wurde im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.