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14.12.2017


Impulse für die Landschaftsgestaltung im Rheinischen Revier

Rheinisches Revier erhält Millionen-Fördergeld für Grünprojekte

Land spricht Förderempfehlungen für Projekte aus. Grundlage war Regionalkonzept der IRR GmbH: Das Rheinische Revier erhält rund vier Millionen Euro Fördergeld vom Landesprogramm "Grüne Infrastruktur NRW". Möglich wurde der Zuschlag durch ein von der IRR GmbH erarbeitetes regionales Konzept. Mit dem Geld können grüne Projekte im Rhein-Kreis Neuss und dem Rhein-Erft-Kreis realisiert werden. Insbesondere Rommerskirchen, die Kolpingstadt Kerpen und der Naturpark Rheinland profitieren von der Förderung.

Die IRR GmbH hat gemeinsam mit den Projektträgern geeignete Vorhaben ausgewählt und qualifiziert. „Die zur Umsetzung ausgewählten integrierten Handlungskonzepte sind im Bereich der Grünen Infrastruktur breit aufgestellt und legen passend zur ihren räumlichen Kontexten und Herausforderungen wichtige Schwerpunkte“, gratulierte NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking.

Vielfältige Vorhaben

Mit dem Geld können zahlreiche Projekte im Rheinischen Revier umgesetzt werden. Die Bandbreite reicht von dörflichen Gemeinschaftsgärten, interkulturellen Gärten, Sport- und Spiel- und Naturerlebnisanlagen, umfangreichen Wegenetzen zur Vermittlung der Bördelandschaft über Bildungs- und Naherholungsräume für strukturschwache Ortsteile bis hin zu einem Bildungsprojekt mit Bürgerbeteiligung in der Erftaue. "Das ist eine große Chance für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Mein Dank gilt den Beteiligten", freute sich der Vorsitzende der IRR-Gesellschafterversammlung, Landrat Michael Kreuzberg. "Wir dürfen uns aber nicht ausruhen, sondern müssen die Projekte weiterentwickeln und die Förderanträge umsetzen", erläuterte Kreuzberg.

Zusammenarbeit über Kreis- und Bezirksgrenzen hinweg

IRR-Geschäftsführer Heinz Weifels freute sich über die Zusage aus dem Ministerium, weil nun gemeinsam mit den beteiligten Akteuren aus der Region Freiraumprojekte realisiert werden können. Diese Vorhaben sind in einem größeren, teilweise interkommunalen Maßstab aus dem Ideenwettbewerb des Jahres 2015 heraus entstanden und in einem integrierten Konzept zusammengeführt worden. Weifels: "Gemeinsam mit dem Regionalmanagement Köln/Bonn e.V. haben wir einen intensiven Abstimmungsprozess mit den Kommunen, in denen die Projekte nun gefördert werden können, organisiert." Eine Besonderheit des Konzepts sei die Kreis- und Bezirksregierungsgrenzen überschreitende Zusammenarbeit.

Regional abgestimmte Konzepte

Eine Aufgabe der IRR GmbH ist es, regional abgestimmte Flächenkonzepte für Industrie, Gewerbe, Wohnen und Freiraum zu entwickeln. "Flächen für Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Naherholung werden im Rheinischen Revier nicht in Konkurrenz, sondern aufeinander abgestimmt entwickelt", betonte Weifels. Die nun geförderten Projekte sind ein weiterer wichtiger Schritt für ein regionales Freiraumkonzept. "Unsere Bürgerinnen und Bürger werden von den Vorhaben direkt profitieren. Das sind wichtige Wegmarken im Strukturwandel", sagte der Rommerskirchener Bürgermeister, Dr. Martin Mertens. Eine starke Wirtschaftsregion wie das Revier benötige attraktive Orte und Landschaften, um Unternehmen und Arbeitnehmer in der Region zu halten und neue anzulocken.

Hintergrund: Aufruf "Grüne Infrastruktur NRW"

Für den Aufruf "Grüne Infrastruktur NRW" konnten Kommunen oder kommunale Zusammenschlüsse zum 1. Juni 2017 integrierte Handlungskonzepte beim NRW-Umweltministerium einreichen. Der Aufruf ergänzt mit seiner Zielsetzung inhaltlich die Umsetzung des Aufrufes „Starke Quartiere – starke Menschen“ des NRW-Städtebauministeriums im Rahmen der laufenden EFRE-Periode (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).

Für die Umsetzung der integrierten Handlungskonzepte „Grüne Infrastruktur“ war vom Land ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 83 Millionen Euro reserviert worden, das sich aus EU- und Landesmitteln sowie aus Eigenmitteln von Kommunen, Vereinen und Privaten für diese Aufgabe zusammensetzt. In der ersten Phase sind fünf Handlungskonzepte mit einem Investitionsvolumen in Höhe von circa 46 Millionen Euro zur Förderung empfohlen worden. Jetzt sind weitere sechs integrierte Handlungskonzepte mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 42 Millionen Euro dazugekommen. Wegen der hohen Nachfrage der Kommunen zu dieser Thematik sind damit vom Land jetzt insgesamt Förderempfehlungen über rund 88 Millionen Euro ausgesprochen worden.

Die Projekte

  • Gemeinde Rommerskirchen
    • Interkultureller Garten Widdeshoven
    • Landschaftsgalerie Strategischer Bahndamm
    • Freie Sportanlage Nettesheim
    • naturnahes Spielen und Lernen am Steinbrink
    • Erlebnisroute Kulturlandschaft Börde
  • Rhein-Kreis Neuss
    • Lößhohlweg Butzheim (Rommerskirchen)
  • Kolpingstadt Kerpen
    • Naturerlebnisraum Neffelbachaue
  • Zweckverband Naturpark Rheinland
    • Lern- und Forschungslandschaft "Neue Erft" (Erftstadt)

Weitere Informationen

Kontakt

IRR GmbH
Christian Wirtz
Telefon: 02461 690-181
E-Mail: christian.wirtz@rheinisches-revier.de

(Foto: Günter Köbernik)

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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.