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17.11.2014


Vorsitzender der Revierkonferenz: NRW-Landtagsabgeordneter Dr. Gerd Hachen

Revierkonferenz: Innovationsregion Rheinisches Revier berät Entwicklungskonzept – Ideenwettbewerb startet 2015

100 Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung haben bei der ersten Revierkonferenz der IRR – Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH am 14. November in Jülich ein Entwicklungskonzept für die Region zwischen Neuss, Aachen und Hürth diskutiert. Im Jahr 2015 soll hierzu ein Ideenwettbewerb starten. Unternehmen, Bürger und Institutionen werden dann dazu aufgerufen, neue und innovative Projekte bei der IRR GmbH einzureichen.

Der aus dem Kreis Heinsberg stammende NRW-Landtagsabgeordneter Dr. Gerd Hachen wurde einstimmig zum Vorsitzenden der Revierkonferenz gewählt. "Die Revierkonferenz bündelt die Schlagkraft der Region", sagte Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen in seiner Eröffnungsrede: "Jetzt muss die Region ihre gemeinsame Verantwortung wahrnehmen und vor Ort nachhaltige Entwicklungsprojekte ausarbeiten und umsetzen", so Duin weiter. "Wenn das Rheinische Revier die ihm von der Landesregierung eingeräumten Möglichkeiten nutzt, können alle profilierten Projekte zur Weiterentwicklung des Reviers umgesetzt werden".

Schulterschluss der Region

"Wichtig ist, dass die Region mit zwei Millionen Einwohnern gemeinsam mit dem Land die Weichen stellt", erklärte Michael Kreuzberg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der IRR GmbH und Landrat des Rhein-Erft-Kreises. Daher sei es Aufgabe der Revierkonferenz, die Zusammenarbeit in der Innovati-onsregion, zu der die Städteregion Aachen sowie die Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen, der Rhein-Kreis-Neuss und der Rhein-Erft-Kreis mit insgesamt 64 Städten und Gemeinden gehören, zu unterstützen und die angrenzenden Gebiete einzubeziehen. Die IRR GmbH soll in der Region den Strukturwandel unterstützen. Es sollen Projekte ermöglicht werden, indem die Gesellschaft Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden – innerhalb und außerhalb – der Region zusammenbringt. Die strategische Arbeit spiegelt sich in der Entwicklung von Leitbildern, Innovationsstrategien und Handlungskonzepten wider. "Die Wirtschaft braucht diese Art von vorausschauender Strukturentwicklung", sagte Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen: "Das gibt die notwenige Sicherheit, um zu investieren und zukunftssichere Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen."

 

Konkrete Projekte

Darüber hinaus organisiert die IRR GmbH auch eigene Projekte. Zurzeit erprobt sie eine Plattform im Internet, mit der Berufsschüler, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe vernetzt lernen können ("Bildungscloud"). Zusätzlich unterstützt die IRR GmbH Städte und Gemeinden in der Innovationsregion bei der Zusammenarbeit, etwa wenn es um die Erschließung gemeinsamer – interkommunaler – Gewerbegebiete geht. "Wir richten unsere Arbeit nach den konkreten Stärken der Region aus und entscheiden dann, welche Projekte sinnvoll sind", sagte Gisela Walsken, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Präsidentin des Regierungsbezirks Köln. Ein weiteres gelungenes Beispiel seien die LEADER-Bewerbungen um Fördergelder für den ländlichen Raum aus der Innovationsregion.

Weitere Informationen:

CERMcity ermöglicht Forschung und Entwicklung zum autonomen und vernetzten Fahren in der Stadt

Die Mobilität von morgen wird durch das automatisierte und vernetzte Fahren geprägt sein. Innenstädte stellen dabei die größte Herausforderung dar. Die Testumgebung CERMcity setzt den Rahmen für Forschung, Entwicklung und Absicherung der notwendigen Systeme und Fahrzeuge. Das Forschungsprojekt ergänzt die bereits bestehenden Strecken des ATC der RWTH Aachen. Es erlaubt die sichere und reproduzierbare Darstellung von Situationen des städtischen Verkehrs. Am 27. März erfolgte im Beisein des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, der symbolische Spatenstich. Mehr Informationen »

Ministerpräsident Armin Laschet beim Spatenstich: Neues Industriegebiet in Eschweiler mit 500 Arbeitsplätzen

Ministerpräsident Armin Laschet: "Eine wichtige Investition in die Zukunft des Rheinischen Reviers. Dieses Projekt zeigt, wie Strukturwandel gelingen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen." - Interkommunales Gewerbegebiet wird Knotenpunkt für Waren aus aller Welt - 31 Hektar Industriegebiet, 93.000 Quadratmeter Logistikhalle, 10.000 Quadratmeter Produktionshalle und über 500 Arbeitsplätze: Das bietet das neue interkommunale Industriegebiet "Am Grachtweg" in Eschweiler. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.