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28.10.2015


Die Region im Dialog

Revierkonferenz definiert Arbeitsprogramm für die Innovationsregion Rheinisches Revier

Etwa 160 Entscheider aus dem Rheinischen Braunkohlerevier leiteten bei der Revierkonferenz am 23. Oktober 2015 in Düren die nächste Phase der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) ein. Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Landrat Michael Kreuzberg, brachte es auf den Punkt: "Die IRR ist der Einstieg in den Strukturwandel über Projekte! Mit den jetzt vorliegenden 75 potenziell strukturwirksamen Projekten haben wir für diesen Strukturwandel ab heute ein ganz konkretes Programm." Auch Michael Theben vom NRW-Umweltministerium zeigte sich beeindruckt vom "wirklich außerordentlichen Ergebnis des IRR-Ideenwettbewerbs".

Weit über 80 Vorschläge für neue Modellprojekte sind bei der IRR GmbH eingegangen. Geschäftsführer Joachim Diehl unterstrich, dass das Rheinische Revier damit ein klares Signal ausgesendet habe, den anstehenden Strukturwandel anzunehmen und zum Erfolg zu führen. Dieses Signal komme genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn ebenfalls auf der Revierkonferenz erläuterte Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG, wie der Konzern die Einigung mit der Bundesregierung zur sogenannten Sicherheitsbereitschaft umsetzen wird. Zwischen Ende 2017 und 2019 werden drei Kraftwerksblöcke in Frimmersdorf und Neurath sowie zwei Blöcke in Niederaußem in einen Reservebetrieb versetzt und später stillgelegt. Der Strukturwandel schreitet also voran.

Lesen Sie hier mehr über die Ergebnisse des IRR-Ideenwettbewerbs.

Die "Innovationslandkarte Rheinisches Revier" mit den IRR-Modellprojekt-Kandidaten kann hier heruntergeladen werden.

Rheinisches Revier erhält Millionen-Fördergeld für Grünprojekte

Land spricht Förderempfehlungen für Projekte aus. Grundlage war Regionalkonzept der IRR GmbH: Das Rheinische Revier erhält rund vier Millionen Euro Fördergeld vom Landesprogramm "Grüne Infrastruktur NRW". Möglich wurde der Zuschlag durch ein von der IRR GmbH erarbeitetes regionales Konzept. Mit dem Geld können grüne Projekte im Rhein-Kreis Neuss und dem Rhein-Erft-Kreis realisiert werden. Insbesondere Rommerskirchen, die Kolpingstadt Kerpen und der Naturpark Rheinland profitieren von der Förderung. Mehr Informationen »

Revierkonferenz: Fördergeld vom Bund für das Rheinische Revier und neuer Geschäftsführer ab 2018

Das Bundeswirtschaftsministerium kündigte auf der Revierkonferenz am 8. Dezember an, dass regionale Projekte im Rheinischen Revier mit rund einer Million Euro gefördert werden. Eine erste Projektauswahl findet ab Anfang 2018 statt. Ralph Sterck wurde auf der Konferenz als neuer Geschäftsführer vorgestellt. Der 52-jährige tritt seine Stelle im Januar 2018 an. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.