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10.04.2018


Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart im Gespräch mit Experten über zukünftige Energie-Infrastrukturen auf Basis digitaler Technologien

NRW-Wirtschafts- und Digitalminister zu Besuch im Forum Heppendorf

Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart besuchte am 6. April im Rahmen seiner Frühjahrsreise gemeinsam mit dem Elsdorfer Bürgermeister Andreas Heller den Digital.Energy.Campus im Forum Heppendorf (Elsdorf, Rhein-Erft-Kreis). Dort wurde an "best-case"-Projekten gezeigt, wie Unternehmen aus der Energiewirtschaft und Netzbetreiber im Rheinischen Revier die Chancen der Digitalisierung für eine weiterhin gesicherte dezentralere Energieversorgung nutzen.

Digital.Energy.Campus

Kurt Vetten, Initiator des Digital.Energy.Campus und geschäftsführender Gesellschafter der SME Management GmbH, gab Minister Pinkwart sowie Vertretern aus der Wirtschaft sowie Bundes-/Landes- und Kommunalpolitik in seinem Einführungsvortrag am Beispiel laufender Innovations- und Technologieprojekte einen lebendigen Eindruck davon, wie in naher Zukunft die Erneuerbare Energien in regionalen Control-Centern netzdienlich gebündelt, gesteuert und zukunftssicher gemacht werden.

Technische Applikationen werden für das intelligente Stromnetz in branchenübergreifenden Wertschöpfungspartnerschaften agil entwickelt und flankierend hierzu neue Aus- bzw. Weiterbildungsinhalte mit Hilfe digitaler Technologien vermittelt. Innerhalb von nur zwei Jahren wurden im Forum Heppendorf Innovations-Projekte entwickelt, woran derzeit rund 150 Spezialisten aus etwa 30 Unternehmen und Hochschulen in interdisziplinären Teams arbeiten und die Zukunft der Energieversorgung über prototypische Anwendungen bis zur Marktreife entwickeln. Zwei Unternehmen konnten hieraus schon erfolgreich neu gegründet und am Standort angesiedelt werden.

Strukturwandel im Rheinischen Revier

Insbesondere am Standort Elsdorf zeigen solche Projekte den Strukturwandel im Rheinischen Revier sehr deutlich auf. Derzeit umfasst der Tagebau Hambach rund ein Drittel der Elsdorfer Stadtfläche. Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller betont: "Der Strukturwandel stellt unsere Stadt vor immens große Herausforderungen, die wir gemeinsam mit allen Akteuren entschlossen angehen. Die im Forum Heppendorf ansässigen Betriebe zeigen dabei bereits heute, wie die zukünftige Entwicklung im Rheinischen Revier aussehen kann. Innovative Lösungen und auch neue, nachhaltige Arbeitsplätze stehen hierbei im Zentrum der Entwicklung."

Ressourcen bündeln

Die Teilnehmer an der Gesprächsrunde waren einig, die in der Region bereits vorhandenen Ressourcen gezielt zu bündeln, die Potenziale digitaler Technologien vermehrt auszuschöpfen und die Menschen auf dem Weg in eine neue ökologisch nachhaltige Energiewelt mit-zunehmen. Minister Pinkwart: "Ich bin beeindruckt vom außerordentlichen Pioniergeist der SME und ihrer Partner aus der Energiewirtschaft auf dem Digital.Energy.Campus hier in der Mitte des Rheinischen Reviers." Kurt Vetten bedankte sich auch im Namen der anwesenden Projektpartner aus der Energiewirtschaft für das Engagement der Stadt Elsdorf und für das Lob des Ministers und betonte, dass in der gemeinsamen Nutzung von Kapazitäten und Know-how sowie im Management von Komplexität der Schlüssel zum Erfolg liegt.

Energiewende und Stromnetze

In der anschließenden Gesprächsrunde erzielten die Teilnehmer Konsens darüber, dass die Energiewende maßgeblich in den regionalen Verteilnetzen, insbesondere den Stromnetzen stattfindet. Minister Pinkwart: "Es ist eine große Herausforderung Strom in dezentralen und volatilen Energiesystemen sicher und kostengünstig in Echtzeit zur Verfügung zu stellen." Durch die zunehmend fluktuierende Einspeisung von Strom aus Erneuerbare-Energie-Anlagen sind die Verteilnetzbetreiber mehr denn je herausgefordert und in der Pflicht, Versorgungssicherheit und Stabilität vor Ort aufrechtzuerhalten.

Die anwesenden Vorstände und Geschäftsführer regionaler Energie-versorgungsunternehmen und Netzbetreiber machten ihrerseits deutlich, dass der hierfür erforderliche Um- und Ausbau der Verteilnetze in den nächsten Jahren erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen beanspruchen würde. Der Aufwand ließe sich durch den Einsatz smarter Technologien deutlich reduzieren, jedoch belohnt das gegenwärtige Netzentgeltsystem Innovationsanstrengungen wie hier auf dem Digital.Energy.Campus noch zu wenig. Es müssten gezielte Anreize und dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Investitionen in die digitale Transformation der Verteilnetze zu forcieren.  

Regionales Energiemanagement

Weiteres Ergebnis der Gesprächsrunde ist, dass ein zusätzlicher Erfolgsfaktor für das Gelingen der Energiewende im "Regionalen Management" von Ver-brauchs- und Erzeugungsflexibilitäten liegt. Dr. Stefan Röder, Partner der SME Management sagte hierzu: "Mit Blick auf die Energiewende in Nordrhein-Westfalen ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien wichtig, aber eben nur ein Puzzleteil. Wir müssen da gemeinsam weiterdenken und handeln. Ich plädiere dafür, die hier ansässigen Industrieunternehmen durch die Flexibilisierung ihrer Energiever-bräuche noch mehr als bisher an der Aufrechterhaltung einer sicheren Energieversorgung zu beteiligen. Hier liegt noch viel Arbeit vor uns." Die im Forum Heppendorf laufenden Aktivitäten sollten gezielt um anknüpfende Test- und Pilotprojekte, auch mit wissenschaftlicher Unterstützung aus den umliegenden Hochschulen ergänzt werden. Beispielsweise könnte ein regionales und sinnvolles Cluster von potenziell energiesystemrelevanten Unternehmen aufgebaut werden, um das echtzeitbasierte Management der Verbrauchsflexibilisierung zu testen und nutzbar zu machen, führte Dr. Röder weiter aus.



Flexibilitätsregion Nummer #1 in Europa

Die Gesprächsrunde formulierte als gemeinsames Ziel, Nordrhein-Westfalen zur Flexibilitätsregion Nummer 1 in Deutschland und Europa in engem Schulterschluss mit Industrie, Energie- und Digitalwirtschaft weiterzuentwickeln und damit einen überregional spürbaren Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels zu leisten.

Kontakt

SME Management GmbH
Forum Heppendorf
Am Schlehdorn 5 - 7
50189 Elsdorf-Heppendorf

Telefon: +49 2271 5059-140
Telefax: +49 2271 5059-157
E-Mail: mail@sme-management.de

(Text: Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Bilder: SME Management GmbH)

CERMcity ermöglicht Forschung und Entwicklung zum autonomen und vernetzten Fahren in der Stadt

Die Mobilität von morgen wird durch das automatisierte und vernetzte Fahren geprägt sein. Innenstädte stellen dabei die größte Herausforderung dar. Die Testumgebung CERMcity setzt den Rahmen für Forschung, Entwicklung und Absicherung der notwendigen Systeme und Fahrzeuge. Das Forschungsprojekt ergänzt die bereits bestehenden Strecken des ATC der RWTH Aachen. Es erlaubt die sichere und reproduzierbare Darstellung von Situationen des städtischen Verkehrs. Am 27. März erfolgte im Beisein des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, der symbolische Spatenstich. Mehr Informationen »

Ministerpräsident Armin Laschet beim Spatenstich: Neues Industriegebiet in Eschweiler mit 500 Arbeitsplätzen

Ministerpräsident Armin Laschet: "Eine wichtige Investition in die Zukunft des Rheinischen Reviers. Dieses Projekt zeigt, wie Strukturwandel gelingen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen." - Interkommunales Gewerbegebiet wird Knotenpunkt für Waren aus aller Welt - 31 Hektar Industriegebiet, 93.000 Quadratmeter Logistikhalle, 10.000 Quadratmeter Produktionshalle und über 500 Arbeitsplätze: Das bietet das neue interkommunale Industriegebiet "Am Grachtweg" in Eschweiler. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.