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21.07.2017


Große Freude bei der Eröffnung der Solarautobahn

Niederzier: Solarautobahn geht ans Netz

Ein weiteres Projekt aus dem IRR-Ideenwettbewerb wurde realisiert. Niederzier, innogy und RWE nehmen die Solarautobahn auf der alten A4 in Betrieb.

Die Dürener Zeitung berichtete am 20. Juli 2017 unter dem Titel "Sonnenenergie statt Autos auf der alten A?4 - Gemeinde Niederzier und RWE nehmen "Solarautobahn" mit 2820 Modulen in Betrieb, die Energie für 210 Haushalte liefert" (von Jörg Abels):

"Ellen. Das aufziehende Gewitter schränkte die Leistung zwar gleich zur Eröffnung ein wenig ein. Das aber tat der Stimmung unter den Beteiligten keinen Abbruch. Am Mittwoch haben die Gemeinde Niederzier und RWE auf einem 620 Meter langen Teilstück der alten A 4 im Abraumgebiet des Braunkohletagebaus Hambach eine "Solarautobahn" offiziell in Betrieb genommen. Dort, wo noch vor wenigen Jahren täglich rund 63 000 Fahrzeuge vorbeirauschten, fließt in den kommenden zwei Jahrzehnten nur noch eines: umweltfreundlicher Strom – wenige hundert Meter entfernt vom Kohlebunker des Tagebaus. "Besser kann man das Miteinander von konventionellen und erneuerbaren Energien nicht vor Augen haben", betonte RWE-Power-Vorstand Erwin Winkel.

Auch Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) unterstrich das notwendige Miteinander von Braunkohlestrom einerseits und der regenerativen Stromerzeugung andererseits, um die Energieversorgung sicherstellen zu können. Die Gemeinde hat mit der RWE-Tochter Innogy für das Projekt eine Gesellschaft gegründet und die Investitionskosten von 710 000 Euro als Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Partner erwarten aus der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und einer Prämie aus der Direktvermarktung eine jährliche Rendite von drei Prozent.

Allerdings konnte sich Heuser bei der Inbetriebnahme auch einen kleinen Seitenhieb in Richtung Bezirksregierung nicht verkneifen, denn ursprünglich wollten Gemeinde und RWE eine doppelt so große Anlage errichten. Allerdings scheiterte das Vorhaben an unterschiedlichen Interpretationen des Planungsrechts. Weil die Gemeinde daraufhin einen neuen Bebauungsplan erstellen musste, gelang es nicht mehr, das Projekt in 2016 zu realisieren. Seit 2017 aber müssen Großanlagen europaweit ausgeschrieben werden. Dieses Risiko wollten Gemeinde und RWE nicht eingehen. So entschieden sich die Partner zum Bau einer kleineren 749 kW-Anlage, die jährlich rund 70 000 Kilowattstunden Strom erzeugt, genug für 210 Haushalte. Die Anlage wurde in rund 4000 Arbeitsstunden installiert. Für die 2820 Module in 47 Reihen wurden 282 Betonplatten, 5800 Stahlprofile und rund zehn Kilometer Kabel verbaut. Zum Schutz vor Sturm wurden die Module mit über 1100 ehemaligen Bahnschwellen beschwert, zum Schutz vor Vandalismus ist die Anlage von 1200 Metern Zaun umgeben, der 20 Zentimeter Bodenfreiheit für Kleinsäuger lässt; auch das eine Auflage der Bezirksregierung. Haselmäuse und Kreuzkröten, die die A 4 früher nie passieren konnten, haben jetzt die Möglichkeit dazu."

Ansprechpartner:

IRR GmbH

(Fotos: innogy und RWE)

Science College Overbach: IRR-Best-Practice-Projekt schließt Kooperationsvertrag mit Ostbelgien

Das Science College Overbach (SCO) steht Lehrern, Kindergärtnern, Lehramtsstudierenden und Schülern aus Ostbelgien nun offiziell als Partner zur Verfügung. Am Donnerstag, dem 5. Oktober, unterzeichneten der Leiter des Science College Overbach, Rusbeh Nawab, der Direktor der Autonomen Hochschule, Stephan Boemer und Bildungsminister Harald Mollers eine Vereinbarung, die die Basis für die verstärkte Zusammenarbeit zwischen ostbelgischen Bildungsakteuren und dem SCO verkörpert. Mehr Informationen »

"Brainergy-Park" Jülich: Jetzt kommt Geld für den Masterplan

Die Aachener Zeitung berichtete am 8. August 2017 das Vorhaben, das im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt wurde: "Jülich. Um in diesem Land ein Gewerbegebiet zu errichten, reichen der Kauf von ein paar Grundstücken und ein Ratsbeschluss nicht aus. Das ist ein juristischer Akt mit vielen Fallstricken, der dauern kann. Es wird noch komplizierter, wenn mehrere Partner im Boot sitzen und zudem Zuschüsse der öffentlichen Hand beantragt werden. All das ist beim interkommunalen Gewerbegebiet Merscher Höhe mit einem Spezialteil namens "Brainergy-Park" der Fall. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.