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30.06.2017


Kulturpflanzen-Blühstreifen im zweiten Jahr nach der Aussaat

Nachhaltiger Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen - Teilprojekt erhält Förderung

Die Suche nach einem geeigneten Fördermittelgeber war erfolgreich. Unter der Trägerschaft des Fachbereiches Nachwachsende Rohstoffe der Universität Bonn läuft seit Juni 2017 das von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe geförderte Projekt „Entwicklung eines Bestäubungsmanagements im Arzneipflanzenanbau zur Steigerung der Erträge und gleichzeitiger Erhöhung der Ökosystemleistungen“. Innerhalb dieses dreijährigen Projektes werden Konzepte des IRR-Modellprojektes „Nachhaltiger Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen“ umgesetzt. Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und die RWE Power AG beteiligen sich an einzelnen Projektbestandteilen, in denen unter anderem die Optimierung von Kulturpflanzen-Blühmischungen für den Körnerfenchelanbau untersucht wird.
Bereits im Jahr 2016 wurde von der RWE Power AG mit Unterstützung der Universität Bonn und der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft eine Schaufläche auf einem Rekultivierungsstandort des Braunkohletagebaues Garzweiler angelegt, zum Beispiel mit Fenchel, Pfefferminze, Schabzigerklee und begleitenden Blühstrukturen. Hier werden auch in Zukunft Teile des Versuchsanbaus stattfinden.


Das Projekt „Nachhaltiger Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen“ hat das Ziel, eine neue Erwerbsmöglichkeit für Landwirte zu schaffen und gleichzeitig die Biodiversität in der Agrarlandschaft zu fördern. Dies soll erreicht werden, indem in die übliche Fruchtfolge eines Ackerbaubetriebes ausgewählte Arzneipflanzen eingebunden werden, die Bestäubern und Schaderreger-Antagonisten Nahrung und Lebensraum bieten. Zusätzlich werden Konzepte erarbeitet, um diese „Nützlinge“ gezielt auch in angrenzenden Strukturen zu fördern, etwa mithilfe eigens entwickelter Blühstreifen.


Initiator dieses Projektes ist die Rheinische Kulturlandschaft, welche bei der Umsetzung eng mit dem Fachbereich Nachwachsende Rohstoffe der Universität Bonn, RWE Power AG sowie Landwirtschaftskammer NRW zusammenarbeitet.


Weitere Informationen:


Ansprechpartner

 

(Foto: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft)

"Brainergy-Park" Jülich: Jetzt kommt Geld für den Masterplan

Die Aachener Zeitung berichtete am 8. August 2017 das Vorhaben, das im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt wurde: "Jülich. Um in diesem Land ein Gewerbegebiet zu errichten, reichen der Kauf von ein paar Grundstücken und ein Ratsbeschluss nicht aus. Das ist ein juristischer Akt mit vielen Fallstricken, der dauern kann. Es wird noch komplizierter, wenn mehrere Partner im Boot sitzen und zudem Zuschüsse der öffentlichen Hand beantragt werden. All das ist beim interkommunalen Gewerbegebiet Merscher Höhe mit einem Spezialteil namens "Brainergy-Park" der Fall. Mehr Informationen »

Inden: Faktor-4-Haus setzt neue Maßstäbe

Ende August haben die Arbeiten für das sogenannte Faktor-4-Haus der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH (EwiG) im Seeviertel Inden begonnen. Mit ihren Projektpartnern RWE Power und der Gemeinde Inden zeigt die indeland GmbH wie klimaschonendes Bauen in der Zukunft aussehen sollte. Das Vorhaben wurde im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.