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13.02.2018


Klimaschutz-Lösungen vor Ort: Wanloer Klimaschutz- und Energietage

Erstmalig finden am 16. und 17. Februar in Mönchengladbach-Wanlo "Klimaschutz- und Energietage" statt. Zum Auftakt am 16. Februar stellen Studierende der TH Köln eine eigens für Wanlo erstellte Projektstudie vor. Darin werden auf Basis ihrer Befragung der Wanloer Bürger Potenziale für den Einsatz von Erneuerbaren Energien analysiert.

Anschließend können die Wanloer an runden Tischen mit etwa 20 Experten weitergehende Fragen klären, um ihrem Ziel, der Stärkung der Klimaschutzbemühungen durch gemeinschaftliche Projekte, näher zu kommen. Am zweiten Tag stehen die Experten mit ihren Informationsständen auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus anderen Ortschaften zur Verfügung.

Die Vorgehensweise und die daraus abgeleiteten Konzepte und Maßnahmen können Vorbild für andere Klimaschutz-Aktivitäten in Gemeinden und Städten sein. Die Stadt Mönchengladbach, die TH Köln und die "IRR – Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH" laden Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, die sich über konkrete Lösungen für eigene Klimaschutz- und Energiesparbemühungen informieren möchten.

Bürgerbefragung als Grundlage

Der Fachbereich Erneuerbare Energien der TH Köln hatte im Vorfeld in Zusammenarbeit und durch Koordination der IRR GmbH in Wanlo eine Befragung durchgeführt. Dank der persönlichen Unterstützung der Aktiven aus der Initiative Dorfentwicklungsplanung Wanlo konnten viele Bürgerinnen und Bürger direkt angesprochen werden. Mit großem Engagement erarbeitet eine Gruppe von Studierenden der TH Köln auf dieser Basis eine energetische Bestandsanalyse und ein Paket an Empfehlungen für ein Klimaschutz-Handlungskonzept. Bei der Auswertung der Fragebogenrückläufe zeigt sich eine große Bereitschaft der Bürger für private wie für gemeinschaftliche Projekte. Gleichzeitig lassen sich interessante Potenziale für die Klimaschutzarbeit aus bürgerschaftlicher Trägerschaft daraus ableiten.

Praxisnahes Veranstaltungsprogramm

An den beiden Tagen präsentieren sich zahlreiche Experten an eigenen Ständen und stehen für Diskussionen von Bürgern zur Verfügung. Die Besucher erhalten so die Möglichkeit, sich breit zu informieren und eigene Fragen individuell zu klären. Das fünfstündige Programm des ersten Tages startet um 14 Uhr mit der Vorstellung der Studienergebnisse der TH Köln. Auf Basis der daraus resultierenden Handlungsempfehlungen für Wanlo gehen die Bürger in die Workshop-Phase. Sie werden dabei mit mehr als 20 Experten zusammentun, um sich an den Thementischen mit Energieberatung, energetischer Sanierung, Solarenergie, Speichertechnologie, Elektromobilität, mit Nahwärmenetzen und Bürgerenergie zu beschäftigen. Nach der Schlussdiskussion endet der erste Tag um 19 Uhr. Der zweite Tag startet um 10 Uhr. Die Teilnehmer können sich bei etwa 16 Ausstellern informieren und sich mit potenziellen Projektpartnern, mit interessierten Bürgern aus den Nachbargemeinden und weiteren Partnern vernetzen. Zum Abschluss erfolgt eine kurze Präsentation der Workshop-Ergebnisse und ein Ausblick auf das weitere Vorgehen. Die Veranstaltung endet um 15 Uhr.

Hintergrund

Die Bürger von Wanlo erarbeiten derzeit in Partnerschaft mit der IRR GmbH ein Konzept für mehr Klimaschutz, das durch eine bürgerschaftliche Organisationsform umgesetzt werden kann. Die Federführung liegt bei der Initiative Dorfentwicklungsplanung Wanlo, die die Bürgerschaft in den letzten Monaten über ein gut etabliertes Netzwerk und über mehrere Energieabende angesprochen hat. Derzeit gilt es, aus der Fülle von Ideen und Technologien diejenigen auszuwählen, die die beste Eignung für Wanlo besitzen, um Energie effizienter einzusetzen, beziehungsweise  erneuerbare Energien zu nutzen. Diese reichen von Solaranlagen über Elektromobilität bis hin zu Nahwärmenetzen mit Nutzung von Grubenwasserwärme. Zudem sind die Rahmenbedingungen für die Wirtschaftlichkeit sehr komplex. Das Projekt wird auch durch die Stadt Mönchengladbach unterstützt.

Das Programm der Wanloer Klimaschutz- und Energietage kann hier abgerufen werden. Anmeldungen werden über E-Mail klimatage-wanlo@rheinisches-revier.de oder telefonisch über 02166 954-954 entgegengenommen.

Kontakt

IRR GmbH
Marie-Luise Schaller
Telefon: 02461 690-150
E-Mail: marie-luise.schaller@rheinisches-revier.de

(Bild: Andreas Pfaller - Verein für Luftfahrt MG-Wanlo)

CERMcity ermöglicht Forschung und Entwicklung zum autonomen und vernetzten Fahren in der Stadt

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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.