. .
25.10.2017


IRR GmbH veröffentlicht Machbarkeitsstudie zur Geschäftsmodellentwicklung für gleichstrombasierte Smart Grids in Wohngebieten

Im Fokus der Studie steht die Entwicklung und Implementierung einer auf gleichstrombasierten Smart-Grid-Wohnsiedlung, deren Versorgung weitestgehend durch erneuerbare Energien (EE) gedeckt werden soll. Durch die Verwendung von Gleichstromtechnik lässt sich die Energieversorgung in Haushalten effizienter gestalten, da Umwandlungsschritte von Wechselstrom (AC) zu Gleichstrom (DC) entfallen und dadurch entsprechende Komponentenkosten vermieden werden.

Im Hinblick auf die genannten Aspekte ist die Geschäftsmodellentwicklung vor allem für Hausbesitzer (Eigenversorger), Dienstleister von EE-Anlagen, Flächenvermarkter, Siedlungsentwickler, Netzbetreiber, Gemeinden und die Politik als potentielle Marktakteure attraktiv.

Weitreichende Vernetzung möglich

Die Grundlage für die Geschäftsmodellentwicklung bildet zunächst das "Full-Electric-Haus" mit einer Photovoltaik-(PV)-Anlage und einem lokalen Batteriesystem: Neben der Stromversorgung erfolgt auch die Warmwasseraufbereitung und Heizung elektrisch und nicht durch Öl oder Gas, darum Full-Electric-Haus. Die elektrischen Anlagen innerhalb des Hauses werden durch ein DC-Netz ergänzt, das die PV-Anlage und das Batteriesystem einbindet. Das konventionelle AC-Netz bleibt zwar als Backup-System erhalten, die Stromversorgung erfolgt jedoch primär durch das hausinterne DC-Netz. Mittels einer fünf-adrigen Verkabelung können weitere DC-betriebsfähige Geräte im Haus in Zukunft angebunden und versorgt werden. Ein weiteres Geschäftsmodell beschreibt das Szenario von zehn Häuser dieser Art, mit haus-internem DC-Inselnetz, die zu einer DC-Siedlung mittel DC-Straßenbeleuchtung zusammengeschaltet werden. Weitere Ausführungen dieser DC-Siedlung beinhalten DC-Mini-Windturbine, eine zentrale Batterie, eine E-Auto-Flotte sowie eine Wasserstofferzeugung als zusätzliche Versorgungs- bzw. Speicherkomponenten.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Blick

Neben regulatorischen Vorgaben, die mit einer nahezu elektrisch autarken Siedlung einhergehen, die nicht ins öffentliche Netzt einspeist, werden in der Studie auch finanzielle und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt. Hierzu zählen der Investitionsbedarf durch die Marktakteure (Anschaffungskosten für die Installationen im DC-Haus und seine erforderlichen Komponenten), die Investitionskosten für die Siedlung (Elektriker mit DC-Ausbildung, Energiekabel und Straßenlaternen) sowie Kosten für EE-Dienstleister (PV-Anlagen, Batteriespeicher). Letztlich werden auch Energieabgaben und -steuern sowie Strom-, Umsatz-, Einkommens- und Gewerbesteuer berücksichtigt.

Bewertungskriterien

Das Geschäftsmodell und seine unterschiedlichen Ausführungen wurden anhand von acht Bewertungskriterien (Wirtschaftlichkeit, Robustheit, gesellschaftliche Akzeptanz, Umsetzbarkeit, Skalierbarkeit, Vermarktbarkeit, Reifegrad und Förderungspotenzial) in der Studie untersucht. Durch Experten in der Auswertung validiert, erzielt das Full-Electric-Haus gute Ergebnisse hinsichtlich Robustheit, Akzeptanz, Skalierbarkeit, Förderungspotenzial und Reifegrad. Es handelt sich dabei um ein bereits vorhandenes und etabliertes Geschäftsmodell, das für Hausbesitzer attraktiv ist. Weiterhin erzielte die Ausführung der DC-Siedlung mit zentraler Batterie positive Resultate, besonders im Hinblick auf den Neuheitsgrad und die Anwendung auf eine ganze Siedlung. Ein hohes Förderungspotenzial erzielte neben dem DC-Inselnetz auch die DC-Siedlung mit Wasserstofferzeugung. Letzteres zeigt jedoch noch Optimierungsbedarf in den restlichen Bewertungskriterien. Alle weiteren Geschäftsmodell-Varianten können ebenso hohes Potenzial unter den genannten Bewertungskriterien aufzeigen. Die Studie zeigt auf, an welchen Stellen weitere Forschung und Entwicklung notwendig ist.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Ansprechpartner

IRR GmbH

Rheinisches Revier erhält Millionen-Fördergeld für Grünprojekte

Land spricht Förderempfehlungen für Projekte aus. Grundlage war Regionalkonzept der IRR GmbH: Das Rheinische Revier erhält rund vier Millionen Euro Fördergeld vom Landesprogramm "Grüne Infrastruktur NRW". Möglich wurde der Zuschlag durch ein von der IRR GmbH erarbeitetes regionales Konzept. Mit dem Geld können grüne Projekte im Rhein-Kreis Neuss und dem Rhein-Erft-Kreis realisiert werden. Insbesondere Rommerskirchen, die Kolpingstadt Kerpen und der Naturpark Rheinland profitieren von der Förderung. Mehr Informationen »

Revierkonferenz: Fördergeld vom Bund für das Rheinische Revier und neuer Geschäftsführer ab 2018

Das Bundeswirtschaftsministerium kündigte auf der Revierkonferenz am 8. Dezember an, dass regionale Projekte im Rheinischen Revier mit rund einer Million Euro gefördert werden. Eine erste Projektauswahl findet ab Anfang 2018 statt. Ralph Sterck wurde auf der Konferenz als neuer Geschäftsführer vorgestellt. Der 52-jährige tritt seine Stelle im Januar 2018 an. Mehr Informationen »
 
Hintergrundbild wird geladen ...
Klicken Sie um das ganze Bild zu sehen
In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.