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02.06.2017


Interessierte Teilnehmer besichtigen die Fahrzeugausstellung des Forums "nachhaltige Mobilitätsentwicklung"

Forum „Nachhaltige Mobilitätsentwicklung“ kam beim Publikum gut an

Am 23. Mai fand im Energeticon in Alsdorf das interaktive Forum „Nachhaltige Mobilitätsentwicklung“ statt, das gemeinsam von Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH (IRR), Energeticon gGmbH und dem Aachener Zeitungsverlag organisiert wurde.

Mehr als 100 Teilnehmer, darunter Wissenschaftler, Unternehmer, kommunale Vertreter - wie Bürgermeister, Klimamanager oder Stadtplaner-, Energieversorger, Mobilitätsanbieter, Berater, und interessierte Bürger fanden den Weg nach Alsdorf. Unter Ihnen waren sowohl überzeugte E-Mobilisten als auch solche, die noch über den Umstieg auf nachhaltige Mobilität nachdenken.

 

Eröffnung des Forums durch Boris Linden (IRR GmbH) und Harald Richter (Energeticon GmbH)


Nach spannenden Impulsvorträgen über zukunftsfähige Mobilitätskonzepte, Ansätze zur Bereitstellung der Energie für alternativ betriebene Fahrzeuge und Standardisierungsbemühungen bei Ladevorgängen, sowie bezahlbare Elektrofahrzeuge aus regionaler Produktion, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit im Rahmen eines moderierten Regionsgesprächs ihre Fragen rund um das Thema mit fünf ausgewiesenen Experten zu diskutieren: Dr. Matthias Dürr (Leiter ElektroMobilität.NRW), Theo Jansen (Koordinator Zukunftsnetz Mobilität NRW), Dr. Albrecht Möllmann (Vorsitzender HyCologne e.V.), Lothar Stanka (Leiter Vertrieb Elektromobilität bei Innogy) und Dr. Christian Steinborn (e.GO Mobile AG) konnten eine Vielzahl der Fragen aus dem Publikum beantworten. Moderiert wurde die Runde von Dr. Verena Müller, Redakteurin beim Aachener Zeitungsverlag.



 

Experten im Gespräch über nachhaltige Mobilitätsentwicklung: (v.l.) Theo Jansen (Koordinator Zukunftsnetz Mobilität NRW), Lothar Stanka (Leiter Vertrieb Elektromobilität bei Innogy), Dr. Christian Steinborn (e.GO Mobile AG), Dr. Matthias Dürr (Leiter ElektroMobilität.NRW) und Dr. Albrecht Möllmann (Vorsitzender HyCologne e.V.) 


Während unter den Experten Einigkeit darüber herrschte, dass sich das Mobilitätsverhalten der Menschen ändern und neue Dienstleistungen angeboten werden müssen, gab es über deren konkrete Ausgestaltung noch Spielräume. Vor allen Dingen darüber, welche Technik sich letztlich durchsetzen wird (rein elektrischer oder Brennstoffzellenantrieb, eine Kombination aus beiden oder vielleicht doch eine andere Antriebsart) kann heute nicht mit Sicherheit gesagt werden. Bleibt es bei dem Trend, dass Wasserstoff- wie momentan rund um Hürth vorgelebt- eher bei größeren Fahrzeugen wie Bussen, Anwendung findet? Die Zukunft mit ihren gesetzlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird es zeigen.

Im Anschluss an die Diskussion hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Fahrzeugausstellung und den Projektmarkt zu besuchen. Insgesamt 25 alternativ betriebene Fahrzeuge (rein elektrische, Brennstoffzellen- und Hybridfahrzeuge) – waren durch Autohäuser und Privatpersonen bereitgestellt worden - von denen die überwiegende Anzahl auch für Probefahrten zur Verfügung stand. Die Ausstellung zu mehr als 15 in der Region bereits erfolgreich laufenden Initiativen zum Thema rundeten das Programm ab.

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Die Kombination aus Vorträgen, Diskussionsrunde und Ausstellung sowie die Bandbreite, in der das Thema bearbeitet wurde, kam bei den Besuchern gut an. Vor allem diejenigen, die zum ersten Mal in einem elektrisch betriebenen Fahrzeug mitgefahren sind, waren durchweg begeistert von dem Erlebnis. Der ein oder andere Teilnehmer äußerte sich sogar dahingehend, dass er schon nach dieser kurzen, aber beeindruckenden Probefahrt noch intensiver als bisher über den Umstieg auf Elektromobilität nachdenken werde.


Motivation für die Veranstaltung:

Die Verkehrswende – d.h. die nachhaltige Gestaltung und Sicherstellung der „Mobilität von Morgen“ hinkt im Vergleich zu anderen Themen der Energiewende deutlich hinterher und alternative Antriebe im rheinischen Braunkohlenrevier stellen noch immer eine Randerscheinung dar. Deshalb hat es sich die IRR GmbH auf die Fahne geschrieben, das Thema mit einer Veranstaltungsreihe offensiv anzugehen.

Durch die Kooperation mit dem Energeticon, welches sich als Ort für Infotainment versteht, wurde sichergestellt, dass die Veranstaltung nicht nur Experten eine Plattform zum Austausch bot, sondern auch die Öffentlichkeit anzog, damit Fragen zu laufenden Entwicklungen und Projekten diskutiert und die Grundlage für eine gemeinsame regionale Umsetzung erarbeitet werden konnte. Mit partizipativen Formaten möchte die IRR GmbH dem Bürger im Revier eine aktive Mitgestaltung bei der Umsetzung des bevorstehenden Strukturwandels ermöglichen, denn die Region soll auch künftig für Unternehmen und Menschen als Wirtschafts- und Wohnstandort attraktiv bleiben. In einem ersten Schritt wurden deshalb im Rahmen der Veranstaltung die innerhalb der gesamten Region bereits existierenden zahlreichen Aktivitäten miteinander bekannt und für den interessierten Bürger besser sichtbar gemacht. Mittel- bis langfristig soll ein Netzwerk für den permanenten Austausch regionaler Akteure und die Umsetzung nachhaltiger regionaler Konzepte entstehen. Eine erste Folgeveranstaltung ist für Herbst 2017 geplant.

 

Hier finden Sie die Presseartikel zum Forum „Nachhaltige Mobilitätsentwicklung“:

 

Ansprechpartner:

Marie-Luise Schaller

"Brainergy-Park" Jülich: Jetzt kommt Geld für den Masterplan

Die Aachener Zeitung berichtete am 8. August 2017 das Vorhaben, das im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt wurde: "Jülich. Um in diesem Land ein Gewerbegebiet zu errichten, reichen der Kauf von ein paar Grundstücken und ein Ratsbeschluss nicht aus. Das ist ein juristischer Akt mit vielen Fallstricken, der dauern kann. Es wird noch komplizierter, wenn mehrere Partner im Boot sitzen und zudem Zuschüsse der öffentlichen Hand beantragt werden. All das ist beim interkommunalen Gewerbegebiet Merscher Höhe mit einem Spezialteil namens "Brainergy-Park" der Fall. Mehr Informationen »

Inden: Faktor-4-Haus setzt neue Maßstäbe

Ende August haben die Arbeiten für das sogenannte Faktor-4-Haus der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH (EwiG) im Seeviertel Inden begonnen. Mit ihren Projektpartnern RWE Power und der Gemeinde Inden zeigt die indeland GmbH wie klimaschonendes Bauen in der Zukunft aussehen sollte. Das Vorhaben wurde im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.