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12.09.2017


Offizieller Spatenstich auf dem Grundstück des Faktor 4-Hauses im Seeviertel Inden: v.l.n.r. (mit Spaten) Landrat Wolfgang Spelthahn, Michael Eyll-Vetter (Leiter Tagebauentwicklung RWE Power AG), Bürgermeister Jörn Langefeld, Klaus Dosch (Leiter Faktor X-Agentur) und Jens Bröker (Geschäftsführer Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH). Ebenfalls im Bild: Vertreter des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung der indeland GmbH sowie des Gemeinderates der Gemeinde Inden. (Foto: Klaus Görgen/RWE/indeland)

Inden: Faktor-4-Haus setzt neue Maßstäbe

Ende August haben die Arbeiten für das sogenannte Faktor-4-Haus der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH (EwiG) im Seeviertel Inden begonnen. Mit ihren Projektpartnern RWE Power und der Gemeinde Inden zeigt die indeland GmbH wie klimaschonendes Bauen in der Zukunft aussehen sollte. Das Vorhaben wurde im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt.

Die Immobilie ist deutschlandweit die erste, die ihren Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus eines Hauses um den Faktor 4 beziehungsweise 75 Prozent reduzieren wird – von der Gewinnung der Rohstoffe bis hin zu Abriss und Entsorgung.

Jens Bröker, Geschäftsführer der EwiG, betonte: "Faktor X ist ein Leuchtturm-Projekt mit internationaler Strahlkraft, das deutlich zeigt, wie wir den Strukturwandel in der Region nachhaltig gestalten. Damit schaffen wir einen Wohnstandort, der auch für die umliegenden Ballungsräume attraktiv wird." Landrat Wolfgang Spelthahn freute sich über die gute Zusammenarbeit, die auch dem Klimaschutz zu Gute komme. Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung bei RWE Power, unterstrich: "Das Faktor-4-Haus ist ein weiteres sichtbares Zeichen für das nachhaltige Engagement von RWE im Tagebauumfeld. Ressourceneffizientes Bauen ist ein bedeutender Teil des Strukturwandels in der Region, den wir aktiv mitgestalten wollen."

Bis auf die Holz-Rohbauarbeiten werden alle Gewerke von regionalen Handwerksbetrieben ausgeführt. Der Rohbaus solle Ende Oktober stehen. Während der KlimaExpo-NRW bis 2022 dient das Gebäude als Büro- und Ausstellungsgebäude der Faktor-X-Agentur. Anschließend kann es als Wohnhaus genutzt werden. Mit dem Seeviertel in Inden und den "Neuen Höfen Dürwiß" im Stadtgebiet von Eschweiler und dem Faktor-4-Musterhaus entstehen im Indeland derzeit gleich mehrere Vorreiterprojekte für ressourceneffizientes Bauten.

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"Brainergy-Park" Jülich: Jetzt kommt Geld für den Masterplan

Die Aachener Zeitung berichtete am 8. August 2017 das Vorhaben, das im Rahmen des IRR-Ideenwettbewerbs als Modellprojekt ausgewählt wurde: "Jülich. Um in diesem Land ein Gewerbegebiet zu errichten, reichen der Kauf von ein paar Grundstücken und ein Ratsbeschluss nicht aus. Das ist ein juristischer Akt mit vielen Fallstricken, der dauern kann. Es wird noch komplizierter, wenn mehrere Partner im Boot sitzen und zudem Zuschüsse der öffentlichen Hand beantragt werden. All das ist beim interkommunalen Gewerbegebiet Merscher Höhe mit einem Spezialteil namens "Brainergy-Park" der Fall. Mehr Informationen »

Digitalisierung im Rheinischen Revier: Konferenz und Barcamp suchen Lösungen für Unternehmen, Kommunen und Bürger

Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Sie betrifft alle und sorgt für einen tiefgreifenden Wandel – gerade im Rheinischen Revier zwischen Aachen, Mönchengladbach und Köln. Die digitale Transformation eröffnet dabei große Chancen für mehr Lebensqualität, neue Geschäftsmodelle, effizienteres Wirtschaften und neue Mitwirkungsmöglichkeiten. Die Digitalisierung wirkt auf unsere Mobilität, unsere Möglichkeiten des Wirtschaftens und der Zusammenarbeit, unsere Wohnorte sowie die Prägung unserer Arbeit. Diese Entwicklung ist für das Rheinische Revier, das seinen Wandel aktiv und vorausschauend gestaltet, Herausforderung und Chance zugleich. Vor diesem Hintergrund finden in Aachen zwei Veranstaltungen statt. Mehr Informationen »
 
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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.