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03.01.2018


Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie

Bundeswirtschaftsministerin Zypries gibt Startschuss für Ideen- und Projektwettbewerbe in den vier deutschen Braunkohlerevieren

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 29. Dezember 2017 grünes Licht für den Start von Ideen- und Projektwettbewerben in den vier Braunkohleregionen Lausitz, Rheinisches Revier, Mitteldeutsches Revier und Helmstedter Revier gegeben. Grundlage für die Wettbewerbe ist das neue Bundesmodellvorhaben "Unternehmen Revier", mit dem die Strukturentwicklung in den Braunkohlerevieren mit jährlich vier Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds gefördert wird. Die Regionen haben hierzu sogenannte Regionale Investitionskonzepte (RIK) vorgelegt, die das Bundeswirtschaftsministerium jetzt freigegeben hat.

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: "Die Energiewende ist ein langfristiger Transformationsprozess. Bei diesem Prozess müssen die Reduzierung der Treibhausgasemissionen und die sozialverträgliche Gestaltung des Strukturwandels als zwei Seiten der gleichen Medaille betrachtet werden. Mir ist es wichtig, dass die Betroffenen direkt vor Ort ihre Ideen einbringen können. Das ist die Grundidee des Bundesmodellvorhabens "Unternehmen Revier", mit dem wir die Menschen, die Unternehmen und die Initiativen aus den Braunkohlerevieren dabei unterstützen, konkrete Projekte und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um die Zukunft ihrer Region aktiv zu gestalten. Das kann etwa die Weiterbildung von ehemals in der Braunkohlewirtschaft Beschäftigten, die Vernetzung der Akteure in den Regionen oder die Anwendung digitaler Technologien sein. Denn neben unserer Regionalförderung und den verschiedenen Innovationsprogrammen ist vor allem auch das Engagement vor Ort ein zentraler Erfolgsfaktor für wirtschaftliche Entwicklung, neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze."

Kern des neuen Programms sind Ideen- und Projektwettbewerbe, bei denen einzelne Projekte mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden können. Verantwortlich sind die Reviere weitestgehend selbst: sie machen die Wettbewerbsaufrufe, wählen die zu fördernden Projekte aus und wickeln die Förderung ab. Ziel ist es, eine möglichst breite Beteiligung von Bürgern, Regionen und Unternehmen zu erreichen. Den Rahmen für diese Förderung bildet die Förderrichtlinie des Bundes vom 1. November 2017. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem jeweiligen Regionalen Investitionskonzept.

Das Modellvorhaben "Unternehmen Revier" ergänzt die bestehende Regionalförderung durch die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) wie auch die Innovations- und Technologieförderung des Bundes, die bereits heute insbesondere auch den Braunkohlegebieten zugutekommen. Diese Fördermaßnahmen reihen sich ein in die verschiedenen Aktivitäten des Bundes für die Braunkohlereviere. Ziel der Bundesregierung ist es dabei, wirtschaftliche Entwicklung, Strukturwandel, Sozialverträglichkeit und Klimaschutz zu einem erfolgreichen Ganzen zusammenzubringen.

Die Förderrichtlinie zum Bundesmodellvorhaben "Unternehmen Revier" können Sie hier (PDF, 499KB) abrufen.

(Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 29.12.2017, Foto BMWi/Susie Knoll)

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Wenn die Energiewende gelingen soll, muss vor allem ein Problem gelöst werden: die Speicherung von Strom. Das Solar-Institut Jülich (SIJ) der FH Aachen entwickelt gemeinsam mit Partnern aus der Industrie den multifunktionalen thermischen Stromspeicher multiTESS. Mehr Informationen »

Land NRW fördert Start-up-Netzwerk für "kritische Infrastrukturen" im Rheinischen Revier

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In Jülich betreibt das DLR das Solarthermische Versuchskraftwerk Solarturm Jülich. Es ist zugleich Vorbild und Versuchskraftwerk für zukünftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Diese spielen auch bei der DESERTEC Initiative eine tragende Rolle. Die in Jülich erprobte Technologie und die gewonnenen Erkenntnisse werden in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz kommen. Denn dort haben die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial. Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan, heute: Novelis, und der damaligen VAW, heute: Hydro Aluminium Rolled Products, gegründet. Dadurch entstand in Norf bei Neuss das damals größte Aluminiumwalz- und -Schmelzwerk Europas. Wissenschaftler des in Jülich beheimateten DLR Instituts für Solarforschung arbeiten im größten europäischen Testzentrum für konzentrierende Solartechnologie an der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen für Solarthermische Kraftwerke. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte- und produkte, z. B. das Elektroauto 'StreetScooter', werden in der IRR entwickelt. Ein Solarturmkraftwerk mit einer weltweit einzigartigen Technologie ist in Jülich in Betrieb. 2.500 einzelne Spiegel lenken die Sonnenstrahlung auf die Spitze eines 50 Meter hohen Turms, wo die Sonnenenergie zur Stromproduktion genutzt wird. Der Indemann ist durch seine Größe und seinen Standort, hoch auf der Goltsteinkuppe, das weithin sichtbare Symbol für die Perspektiven, die das indeland seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte des indelandes. IRR: Eine von Berg- und Tagebau geprägte Energie- und Industrieregion erfüllt eine entscheidende Funktion im rheinischen Wirtschaftsgefüge. Nirgendwo sonst wird in derart geballter Form Energie erzeugt und industriell auch wieder verbraucht. Schaufelradbagger sind Tagebaugeräte zum Abbau von Rohstoffen und für den Einsatz auf Großbaustellen. Besonders große Schaufelradbagger finden sich im Braunkohletagebau Hambach. Nördlich von Eschweiler bei Aachen befindet sich der künstlich angelegte Blausteinsee. Als Naherholungs- und Freizeitzentrum bietet der Blausteinsee vielseitige Möglichkeiten: Segeln, Surfen, Tauchen, Wandern, Skaten, Radfahren und vieles mehr. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen - weltweit gehörte er 1978 zu den ersten Zwölf! Die Aussichtsplattform ist an der Südwestflanke des Haldenkopfes im Carl-Alexander-Park in Baesweiler angelegt. Gestaltet wurde dieser Aussichtspunkt als ruhiger Ort zum Verweilen, Ausruhen und Aussicht genießen mitten im Naturschutzgebiet.